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Weihnachten im Corona-Modus - Kirchen rufen zu Zusammenhalt auf

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Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie haben Christen in Deutschland das Weihnachtsfest gefeiert. Vielerorts waren öffentliche Gottesdienste wegen hoher Infektionszahlen abgesagt.

Wenige Menschen sitzen in der Kirche während der Messe
Die Kirchen appellieren, in der Corona-Pandemie die Zuversicht und Mitmenschlichkeit nicht zu verlieren.
Quelle: dpa

Die Kirchen haben an Weihnachten zu Zusammenhalt und Zuversicht in der Corona-Krise aufgerufen. Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen hatten auch die Kirchen in Deutschland das Angebot von Präsenzgottesdiensten zu Weihnachten in diesem Jahr stark eingeschränkt, die Teilnehmerzahlen wurden begrenzt. Dafür wurden mehr Gottesdienste im Internet und im Fernsehen übertragen.

Ökumenische Ansprache im Fernsehen

Eine Besonderheit in der Corona-Krise war die ökumenische Ansprache der Bischöfe Bedford-Strohm und Bätzing, die die ARD an Heiligabend im Anschluss an die "Tagesschau" sendete.

Darin ermunterten der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die Bürger, die Corona-Krise als "Einladung zum bewussten Leben" und als "Aufforderung zu einem neuen Miteinander" zu nehmen. Es sei wichtig, auch in diesen Tagen Rücksicht aufeinander zu nehmen und so menschliches Leben zu schützen.

Ein Weihnachtsgottesdienst in einer festlich geschmückten Kirche am 25.12.2014 in Hamburg, Archivbild

EKD-Vorsitzender zu Weihnachten - "Fürchtet euch nicht" 

"Die Weihnachtsbotschaft findet vielleicht gerade in dieser schweren Zeit ihren Weg in unser Herz. Gott ist bei uns" - ein Gastbeitrag vom EKD-Vorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm.

von Heinrich Bedford-Strohm

Kardinal Marx erinnert an Flüchtlinge und Lage auf den Intensivstationen

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx betonte, Gott sei gegenwärtig insbesondere in der Corona-Zeit.

Er (Gott) ist da: auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen, er ist zu Hause bei den Obdachlosen, bei denen auf der Flucht und bei den Kindern auf der Insel Lesbos.
Reinhard Marx, Münchener Kardinal

In seiner Weihnachtspredigt am Freitag in der Münchner Matthäuskirche sagte der EKD-Ratsvorsitzende, die biblische Botschaft an Weihnachten sei stärker als "alles, was uns jetzt runterziehen will, und auch stärker als jedes Virus". Aus einer Ausnahmesituation wie der Corona-Krise könne eine neue Offenheit der Menschen füreinander entstehen, in der sie die Verletzlichkeit miteinander teilen. Diese gemeinsamen Erfahrungen könnten die Menschen zusammenschweißen und zu Solidarität und umso stärkerem Lebenswillen führen.

Zum Gottesdienst an Heiligabend? Die Kirchen sind in der Zwickmühle. Sie wollen die Gläubigen nicht alleine lassen, sie aber auch nicht gefährden. Wenn Gottesdienste überhaupt stattfinden, dann nur unter strengen Hygieneauflagen.

Beitragslänge:
2 min
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Woelki thematisiert sexuellen Missbrauch in der Kirche

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte, Weihnachten erinnere an die Verbundenheit Gottes mit den Menschen. In einem persönlichen Wort äußert sich Woelki in der Christmette im Kölner Dom auch zum Verhalten des Erzbistums bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen.

Er bitte um Verzeihung, "was die von sexueller Gewalt Betroffenen und Sie in den letzten Tagen und Wochen vor Weihnachten im Zusammenhang mit dem Umgang des Gutachtens zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in unserem Erzbistum, was sie an der Kritik darüber und insbesondere auch an der Kritik an meiner Person ertragen mussten".

Der Kardinal steht in der Kritik, weil er ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum wegen "methodischer Mängel" unter Verschluss hält. Er gab stattdessen ein neues Gutachten in Auftrag, das im März veröffentlicht werden soll.

Eingeschränkte Präsenzgottesdienste

Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen hatten auch die Kirchen in Deutschland das Angebot von Präsenzgottesdiensten zu Weihnachten in diesem Jahr stark eingeschränkt, die Teilnehmerzahlen wurden begrenzt. Dafür wurden mehr Gottesdienste im Internet und im Fernsehen übertragen.

Weihnachtsbotschaft - Urbi et Orbi: Papst fordert Impfung für alle 

Traditionell richtet der Papst am 1. Weihnachtstag eine Friedensbotschaft an die Welt und spendet den Segen "Urbi et orbi". Diesmal sprach er auch über die Corona-Pandemie.

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