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Braten, Baum, Geschenke - Zum Fest nachhaltig Gutes tun

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Weihnachten steht vor der Tür und damit stellt sich die Frage nach Geschenken, Weihnachtsbraten sowie Baum aussuchen. Immer trendiger wird inzwischen ein bewusster Konsum.

Weihnachtsessen, Ente
Ein Bio-Weihnachtsbraten ist nicht günstig, sorgt jedoch für mehr Tierwohl.
Quelle: Imago

Vorweihnachtstress gepaart mit der Klima- und Corona-Krise erfordern ein Umdenken im Umgang von Weihnachtsritualen. Dazu fünf Beispiele: 

Das Weihnachtsessen

Wer Fleisch oder Wurst auftischen möchte, sollte zu hochwertiger Bio-Ware aus tiergerechter Haltung greifen. Denn ökologische Mastbetriebe verzichten auf gentechnisch-veränderte Soja-Futtermittel, zudem gelten strikte Vorgaben beim Antibiotika-Einsatz.

Beim Kauf von Fisch bieten Umweltsiegel wie Bioland, Naturland sowie ASC (Aquaculture Stewardship Council) eine Orientierungshilfe. Die Siegel stehen für nachhaltige Fangmethoden.

Vor Edelfischen wie Schwertfisch und Roter Schnapper raten Umweltverbände dagegen ab. Denn die Bestände gelten als stark überfischt, zudem enden beim Fang oft Meeresschildkröten und Delfine als Beifang in den Treibnetzen.

Bei klassischen Backwaren und Adventskalendern aus dem Supermarkt lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste. Denn in den allermeisten Produkten stecken Palmöl und Kakao aus Monokulturanbau. Dafür müssen in Südostasien und Südamerika große Waldflächen gerodet werden. Es gibt aber im Supermarktregal auch süße Leckereien, die fair gehandelte Schokolade und Bio-Palmöl enthalten.

Der Weihnachtsbaum

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume werden pro Jahr in Deutschland verkauft. Sie stammen meist aus heimischen Plantagen. Düngemittel, Pilz- und Pflanzenschutzmittel sorgen für einen unbeschadeten Wuchs der Bäume. Doch die Substanzen schaden dem Grundwasser und können Allergien auslösen.

Eine umweltfreundliche Alternative fürs Wohnzimmer sind ökologisch zertifizierte Bäume. Sie werden ohne Chemie angebaut und sind mit dem Bioland-, Naturland- oder EU-Bio-Siegel gekennzeichnet.

Die zweitbeste Alternative sind heimische Nadelbäume vom nächstgelegenen Forstamt. Sie wachsen oft auf sogenannten Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen, wo sie ohnehin gefällt werden müssen.

Die Geschenke

Null-Müll-Geschenke finden immer mehr Interessenten. Dazu zählen Anfängerkurse für Imker, Zero-Waste-Kochkurse oder ein Abo für die Biokiste, welche mit Obst und Gemüse von Ökolandwirten aus der Region gefüllt ist.

Geschenke verpacken mit Stoff
Geschenkpapier aus Stoff ist eine "Zero-Waste"-Alterative.
Quelle: ZDF

Wer keine Billig-Spielzeuge Made in China schenken möchte, muss Kindern keineswegs langweiligen Stuss bescheren. Es gibt in Deutschland Hersteller, die Spielzeug aus Holz sowie plastikfreien Rohstoffen fertigen.

Übrigens: Auch Wein oder Sekt vom Bio-Winzer sind nachhaltige Geschenke. Denn im Bio-Weinberg sind chemisch- synthetische Spritzmittel, Nitrate und Phosphate verboten – was ein wichtiger Beitrag für den Grundwasserschutz ist.  

Die Verpackung

Nachdem die Geschenke ausgepackt sind, landet das Geschenkpapier im Abfall. Rechnet man auf jeden Deutschen nur 100 Gramm Geschenkpapier, ergibt das schon rund 8.000 Tonnen. Hinzu kommen Klebestreifen und Schleifen.

Zerknülltes weihnachtliches Geschenkpapier liegt vor einem geschmücktem Christbaum
Geschenkpapier sieht schön aus, produziert allerdings auch viel Müll.
Quelle: dpa

Eine nachhaltige Geschenkverpackung sollte aus Recyclingpapier mit dem Blauen-Engel-Siegel bestehen. Es ist zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt.

Auch der Wasserverbrauch ist bei der Herstellung von Recycling-Geschenkpapier um ein Vielfaches geringer als bei der Herstellung von Hochglanzpapier. Wichtig: Schimmernde Plastikfolien sind nicht recyclebar.

Patenschaften und Spenden

Immer häufiger wollen Unternehmen an Weihnachten etwas Gutes für unseren Planeten tun. So überraschen sie ihre Kundschaft, Geschäftspartner oder die eigenen Mitarbeiter mit sinnstiftenden Geschenkspenden, beispielsweise mit Spenden für humanitäre Projekte.

Rauch steigt nach einem Brand im Amazonas-Gebiet auf. Archivbild
Der Amazonas-Regenwald ist durch Rohdungen und Brände gefährdet.
Quelle: Andre Penner/AP/dpa

Auch Freunde und Bekannte können mit einer Patenschaft beschenkt werden. Diese helfen, bedrohte Arten oder Lebensräume zu schützen. Zur Auswahl stehen etwa Patenschaften für Eisbären, Zoos oder den Amazonas. Dadurch bekommen die Beschenkten spannende Einblicke in die Arbeit von Artenschützern und sie sind ganz nah dran am Naturschutz.

Christine Elsner ist Redakteurin in der ZDF-Umweltredaktion.

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