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Nach Vergewaltigungsprozess - Weinstein will Berufung gegen Urteil einlegen

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Der Fall Harvey Weinstein hatte die #MeToo-Bewegung maßgeblich mit ausgelöst, seine Verurteilung Rechtsgeschichte geschrieben. Jetzt will der Filmmogul den Prozess neu aufrollen.

Harvey Weinstein beim Verlassen eines Gerichtsgebäudes
Der ehemalige Filmproduzent Harvey Weinstein hat luat seinen Anwältet Einspruch gegen das Urteil von 2020 eingelegt.
Quelle: Reuters (Archiv)

2020 wurde der Filmmogul Harvey Weinstein nach einem aufsehenerregenden Prozess wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt. Weinsteins Anwalt Arthur Aidala hat jetzt bestätigt, dass das Verteidigerteam des 69-Jährigen beim Obersten Gericht im Bundesstaat New York am Montag Einspruch gegen das Urteil aus dem Februar 2020 eingelegt habe.

"Herrn Weinstein wurde sein verfassungsmäßiges Recht verweigert, in einer fairen und unparteiischen Jury vor Gericht gestellt zu werden", heißt es in dem gerichtlichen Schreiben.

Meilenstein der Rechtsgeschichte

Die Anwälte begründeten ihren Vorwurf mit einem angeblich parteiischen Juror, der angeblichen Voreingenommenheit des Richters James Burke und der Einflussnahme einer "reißerischen medialen Berichterstattung". Insgesamt greifen die Verteidiger den Schuldspruch aus dem vergangenen Jahr in sieben Punkten an.

Die Verurteilung von Weinstein im vergangenen Jahr markiert einen Meilenstein der Rechtsgeschichte. In dem aufsehenerregenden Fall hatte die Jury den Zeugenaussagen von mehreren Frauen entgegen Weinsteins Unschuldsbeteuerungen und trotz des Mangels an Beweisen geglaubt.

Harvey Weinstein drohen 29 Jahre Gefängnis. Archivbild

Wegen Missbrauch von Frauen - Harvey Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt 

In New York ist das Strafmaß im Prozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein verkündet worden. Der 67-Jährige muss für 23 Jahre ins Gefängnis.

Auslöser für #MeToo-Bewegung

Insgesamt haben rund 90 Frauen, darunter bekannte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Salma Hayek und Gwyneth Paltrow, Weinstein sexuelle Belästigung oder Gewalt vorgeworfen. Das Bekanntwerden der Vorwürfe war im Herbst 2017 maßgeblicher Auslöser für die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen.

Der Ex-Produzent war zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Selbst die Vereinten Nationen sprachen von einem "Wendepunkt" im Umgang mit Opfern sexueller Gewalt. Weinstein sitzt diese Strafe derzeit in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab.

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