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Report zum Zustand der Weltmeere - Arktis schmilzt, Meeresspiegel steigt

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Die Ozeane heizen auf, das arktische Eis geht zurück, viele Arten sind bedroht: Den Weltmeeren geht es immer schlechter. Ein aktueller Report zeichnet ein düsteres Bild.

Eisberge sind an der Mündung des Jakobshavn-Eisfjords in der Nähe von Ilulissat (Grönland), zu sehen, Aufgenommen am 16.09.2021
Eisberge beim Ilulissat-Fjord: Die Idylle trügt - die Eisschmelze in Grönland trägt zum Anstieg des globalen Meeresspiegels bei.
Quelle: Reuters

Den Weltmeeren geht es immer schlechter. Das geht aus dem fünften Bericht des Copernicus-Meeresumweltüberwachungsdienstes hervor. In dem jährlich erscheinenden Bericht zeigen 150 Wissenschaftler im Auftrag der Europäischen Kommission, wie schnell sich die Ozeane durch den Eingriff des Menschen verändern.

Meeresspiegel im Mittelmeer steigt jährlich um 2,5 Millimeter

Der Report nennt die schlimmsten Folgen: Die Erwärmung der Weltmeere und das schmelzende Landeis führen demnach zu einem Anstieg des Meeresspiegels - im Mittelmeerraum um 2,5 Millimeter pro Jahr und weltweit bis zu 3,1 Millimeter. Als Beispiel für die drohenden Folgen wird im Bericht die Überflutung Venedigs im November 2019 genannt, als der Wasserstand auf bis zu 1,89 Meter anstieg.

Der Dogenpalast spiegelt sich im Hochwasser auf dem Markusplatz (Venedig, Italien), aufgenommen am 14.11.2019
Venedig wurde im November 2019 von einem Rekord-Hochwasser heimgesucht.
Quelle: dpa

Die Erwärmung der Ozeane habe zudem zur Folge, dass Meeresbewohner in kühlere Gewässer abwandern oder die Bestände von Arten schrumpfen.

Arktis verliert Eis - Fläche sechsmal so groß wie Deutschland

Das arktische Meereis geht laut Bericht stetig zurück: Zwischen 1979 und 2020 habe die Arktis eine Eisfläche verloren, die etwa sechs Mal so groß wie Deutschland ist. Seit 1979 sei das Eis um 12,89 Prozent pro Jahrzehnt zurückgegangen. Die Tiefststände wurden dabei in den vergangenen beiden Jahren verzeichnet.

Temperaturrekorde, Eisschmelze und Hurrikans: Im Jahr 2020 zeigen sich die Auswirkungen der globalen Erderwärmung.

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2 min
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Der Report warnt: Wenn das arktische Meereis weiter schmelze, könne das zur regionalen Erwärmung, der Erosion der arktischen Küsten und zu einer Veränderungen der globalen Wettermuster beitragen.

Fischfang auch Faktor für Wetterschwankungen

Eine weitere Erkenntnis: Extreme Schwankungen aufgrund von Hitze- und Kältewellen in der Nordsee stehen in einem direkten Zusammenhang mit Veränderungen im Fischfang. Genannt werden hier die Seezunge, der Europäische Hummer, Seebarsch und Taschenkrebse.

Klimawandel, Umweltverschmutzung und Übernutzung haben eine nie dagewesene Belastung für den Ozean verursacht.
Karina von Schuckmann, Vorsitzende des Ocean State Reports

Die Weltmeere bedeckten den Großteil der Erdoberfläche und regulierten das Klima. Eine genaue und zeitnahe Überwachung sei entscheidend, um die Ozeane besser zu verstehen und auf Veränderungen reagieren zu können, hieß es von Karina von Schuckmann, Vorsitzende des Ocean State Reports, in einer Mitteilung zum Bericht.

Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Sein Ziel ist es, auf Grundlage von Satellitenbeobachtungen und Messungen auf der Erde den Zustand von Land, Meeren und Atmosphäre oder den Klimawandel und seine Folgen zu überwachen.

Ozeane sind die größten Ökosysteme der Erde, sie bedecken zwei Drittel der Oberfläche unserer Welt und stellen die Hälfte des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre zur Verfügung.

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