ZDFheute

Sichere Jobs und Klimaschutz kein Widerspruch

Sie sind hier:

Staatschefs zum Weltumwelttag - Sichere Jobs und Klimaschutz kein Widerspruch

Datum:

Zum Weltumwelttag rufen die Bundespräsidenten von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verstärktem Klimaschutz auf. Sichere Jobs und Umweltschutz seien kein Widerspruch.

Ein als Pandabär verkleideter Aktivist demonstriert mit einem Plakat mit der Aufschrift  "Klimaschutz ist Systemrelevant!" vor dem Bundeskanzleramt. Am Weltumwelttag soll das Bewusstsein für die Klimaprobleme wieder stärker in Erinnerung gerufen werden.
Der Weltumwelttag soll Klimaprobleme wieder mehr ins Bewusstsein bringen.
Quelle: dpa

Die Staatsoberhäupter von Deutschland, Österreich und der Schweiz fordern in einer gemeinsamen Erklärung zum Weltumwelttag ein verstärktes Engagement für den Klimaschutz.

Wir Älteren müssen Solidarität mit den Jungen zeigen, indem wir ihnen einen lebenswerten Planeten hinterlassen.
Staatsoberhäupter von Deutschland, Österreich, Schweiz

Das schreiben die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und die Bundespräsidenten von Deutschland und Österreich, Frank-Walter Steinmeier und Alexander Van der Bellen in einem gemeinsamen Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Pfingsten 2019 war am Himmel über Europa viel los - dieses Jahr Corona-bedingt sehr viel weniger, wie die Flugbewegungen zeigen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Anstrengungen beim Klimaschutz wiederaufnehmen

"Denn es sind vor allem unsere Kinder und Enkel, welche die Folgen tragen werden, wenn wir jetzt nicht unsere Anstrengungen beim Klimaschutz wiederaufnehmen und erheblich verstärken", schreiben sie weiter und weisen auf die Corona-Pandemie hin.

Viele Menschen leisteten hier einen enormen Kraftakt und trügen tiefe Einschnitte mit: "Insbesondere die jungen Menschen haben Solidarität gezeigt, um die Älteren zu schützen." In der Klimapolitik müsse es jetzt umgekehrt funktionieren.

Coronavirus hat Klimaprobleme verdrängt

Das Coronavirus habe die Klimaprobleme aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt, doch die seien nicht verschwunden: "Dass die Weltklimakonferenz wegen der Corona-Pandemie verschoben werden muss, heißt nicht, dass die Klimapolitik verschoben werden kann. " Klima- und Naturschutz gehörten deshalb wieder "zuoberst auf unsere Agenda", heißt es weiter:

Wir müssen den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduzieren.
Staatsoberhäupter von Deutschland, Österreich, Schweiz

"Sichere Arbeitsplätze und eine starke Klimapolitik" müssten "beim Neustart der Wirtschaft kein Widerspruch" sein, so Sommaruga, Steinmeier und Van der Bellen. Ein Neustart für die Wirtschaft aber brauche Innovationen, die konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Das könne aber nur erfolgreich sein, wenn man die Klimapolitik gemeinsam mit der Bevölkerung gestalte. Diese müsse unabhängig von ihrem Einkommen klimaverträglich leben können.

Viele Betriebe warten nicht mehr darauf, dass sich politisch etwas bewegt, sondern handeln selbst.

Beitragslänge:
7 min
Datum:

Investitionen in eine saubere Mobilität

Dafür seien Infrastrukturen nötig, mit denen ein klimafreundlicher Alltag selbstverständlich werde: "Wir brauchen Investitionen in eine saubere Mobilität, in Ladestationen für Elektrofahrzeuge, in bessere Zugverbindungen, Fernwärmenetze oder in energieeffiziente Häuser und Wohnblocks. Dann kann jede und jeder das Klima schützen."

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Aus der Corona-Krise könne man zudem mitnehmen, dass Menschen auch über große Distanzen hinweg gut zusammenarbeiten können. Videokonferenzen und Homeoffice sollten deshalb sinnvolle Instrumente sein, um den Verkehr zu entlasten und Treibhausgase zu reduzieren.

Vereinte Nationen starten "Race to Zero"-Initiative

Zum Weltumwelttag startet das Klimasekretariat der Vereinten Nationen eine neue Initiative im Kampf gegen die Erderhitzung. Die Kampagne steht unter dem Motto "Race to Zero" - gemeint ist das Ziel, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid möglichst auf Null zu senken.

Den Angaben zufolge haben sich inzwischen schon knapp 1.000 Unternehmen, 458 Städte, 24 Bundesstaaten und Regionen, 500 Universitäten und 36 Großinvestoren verpflichtet, bis spätestens 2050 ihre Emissionen auf netto Null zu drücken.

Treibhausgase bis 2050 neutralisieren

Inzwischen haben sich auch mehr als 120 Staaten dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden, also unterm Strich keine Treibhausgase wie CO2 mehr auszustoßen. Auch Deutschland hat sich dieses Ziel gesetzt. Die neue Initiative "Race to Zero" solle Firmen und regionale Regierungen dazu ermutigen, mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz zu zeigen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.