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Neue Copernicus-Daten - 2020 war wärmstes Jahr in Europa

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Und wieder wurde es wärmer in Europa: 2020 war 0,4 Grad wärmer als das bisherige europäische Rekordjahr 2019. Das EU-Projekt Copernicus hat seine neuesten Daten veröffentlicht.

Wasserverlust durch heißen Sommer im Stause bei Strausberg, Brandenburg
Oft zu sehen im Hitze-Sommer 2020: Tiefe Wasserstände
Quelle: dpa

Das Jahr 2020 war in Europa so warm wie kein anderes seit Beginn der Aufzeichnungen. Weltweit gesehen sei 2020 genauso warm gewesen wie das bisherige Rekordjahr 2016, teilte der europäische Copernicus-Klimawandeldienst in London mit.

Mit dem Jahr 2020 wurde der Auswertung zufolge außerdem die wärmste bisher aufgezeichnete Dekade beendet. Der Klimawandeldienst erhebt eigene Daten und nutzt weitere Aufzeichnungen von Bodenstationen, Ballons, Flugzeugen und Satelliten, die bis 1950 zurückreichen.

2020 wärmer als Rekordjahr 2019

In Europa war das Jahr durchschnittlich 1,6 Grad Celsius wärmer als im 30-jährigen Referenzzeitraum 1981 bis 2010 - und 0,4 Grad wärmer als das bisherige europäische Rekordjahr 2019. Die Erderwärmung wird für häufigere und heftigere Naturkatastrophen verantwortlich gemacht.

Weltweit schnitt 2020 genauso ab wie das Hitze-Rekordjahr 2016. Die Temperaturen lagen 0,6 Grad höher als im Referenzzeitraum 1981 bis 2010. Vergleicht man 2020 mit den Temperaturen des vorindustriellen Zeitalters, war es sogar 1,25 Grad wärmer. In einigen Fällen nutzt der Klimawandeldienst auch Datenreihen bis 1850. Auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg dem Bericht zufolge erneut an.

Das Jahr 2020 liegt laut DWD mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 10,4 Grad in Deutschland weit vorne in der Statistik der wärmsten Jahre.

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Hitze in der Arktis und Tropenstürme im Nordatlantik

"2020 sticht hervor aufgrund der außergewöhnlichen Hitze in der Arktis und einer Vielzahl an Tropenstürmen im Nordatlantik", kommentiert der Direktor des Copernicus-Klimawandeldienstes Carlo Buontempo. "Es überrascht nicht, dass das letzte Jahrzehnt das wärmste je aufgezeichnete war." Das sei:

Ein erneutes Warnsignal, dass die ambitionierten Reduzierungsmaßnahmen von Treibhausgasen noch dringender umzusetzen sind, um weitere schlimme Folgen durch den Klimawandel zu verhindern.

Der Klimawandeldienst der EU (Copernicus Climate Change Service, C3S) erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Dabei wird auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus zurückgegriffen.

2020 dürfte eines der drei wärmsten Jahre werden

Nach ersten Analysen der Weltwetterorganisation WMO vom Dezember dürfte 2020 eines der drei wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts werden. Genauere Daten wollte sie später bekanntgeben.

In Deutschland war 2020 nach ersten Analysen des Deutschen Wetterdienstes das zweitwärmste Jahr seit Messbeginn 1881. Es handle sich um das zehnte Jahr in Folge, in dem die Durchschnittstemperatur das vieljährige Mittel übertraf.

Eine Frau geht im War Memorial Park in Basingstoke in Großbritannien bei Novemberwetter spazieren.

Weltweiter Temperaturrekord - Wärmster November seit Aufzeichnungsbeginn 

Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus meldet den wärmsten November weltweit. Der Novemberrekord lag 0,1 Grad über dem letzten Spitzenwert im Jahr 2016.

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