Sie sind hier:

Frankreich und Italien - Schwere Unwetter: Tote und Vermisste

Datum:

Überschwemmungen haben Teile Südfrankreichs und Norditaliens verwüstet. Die Unwetter forderten ein Menschenleben. Vier vermisste Deutsche sind mittlerweile gefunden worden.

Unwetter und Überschwemmungen haben im Hinterland der südfranzösischen Ferienmetropole Nizza chaotische Zustände ausgelöst. Laut Medien wurden am Samstag mindestens acht Menschen vermisst, zuvor war von neun Menschen die Rede gewesen. Unter ihnen seien zwei Angehörige der Feuerwehr, die im Einsatz waren, wie der Nachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Ein Toter und vermisste Deutsche in Italien

Dramatisch war auch die Lage im benachbarten Norditalien. Region Piemont meldeten die Behörden elf Vermisste, auch vier Deutsche wurden vermisst, sind mittlerweile wohl aber gefunden worden, so der Zivilschutz.

Im Aostatal waren einige Orte nach Erdrutschen und Brückenschäden zeitweise vom Verkehr abgeschnitten. Es gab Hunderte von Noteinsätzen in den italienischen Unwettergebieten seit Freitagabend. Tunnel wurden durch Wassermassen überflutet und Straßen mussten gesperrt werden. Besonders heftig traf es dabei die piemontesische Provinz Cuneo.

Ein freiwilliger Feuerwehrmann aus der Gemeinde Arnad im Aostatal starb bei einer Rettungsaktion durch einen umgestürzten Baum, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Auch in anderen Regionen wie in Ligurien und im Piemont richteten überschwemmte Flüsse und umgekippte Bäume starke Schäden an. Zahlreiche Menschen wurden nach Feuerwehrangaben vermisst. Zahlreiche Haushalte waren ohne Strom. Touristen berichten, teilweise auch ohne Wasserversorgung zu sein.

Armee soll im Süden Frankreichs helfen

Der französische Regierungschef Jean Castex und Innenminister Gérald Darmanin eilten nach Nizza, um sich ein Bild in dem betroffenen Département Alpes-Maritimes zu machen. Der im ganzen Land bekannte Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, war sichtlich betroffen:

Wir sind mit einem Unglück konfrontiert, wie ich es im (Département) Alpes-Maritimes noch nicht erlebt habe.
Christian Estrosi, Bürgermeister von Nizza

Der konservative Politiker kündigte laut Medien an, dass die Armee in der Region eingesetzt werden solle. Etwa 100 Häuser seien in der Region zerstört oder beschädigt worden, so Estrosi. Der Abgeordnete Éric Ciotti sprach von "Horrorszenen". Sein Heimatdorf Saint-Martin-Vésubie in den Bergen nördlich von Nizza sei teilweise zerstört worden. Laut Medien wurde der Friedhof des Ortes fortgerissen.

Viele Straßen der Region mit tief eingeschnittenen Gebirgstälern waren nicht mehr passierbar. Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, Tausende Haushalte waren ohne Strom. Am Flughafen Nizza laufe der Flugbetrieb wieder normal, teilte der Airport via Twitter mit.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.