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Normaler als die Jahre zuvor - Der Sommer geht - eine Abrechnung

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Meteorologisch geht mit dem August auch der Sommer zu Ende. Zeit für eine Bilanz. Wie war er, auch jenseits des Katastrophentiefs Bernd im Westen Deutschlands?

Deutschland hat den nassesten Sommer seit zehn Jahren erlebt. Das ist die vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes. Außerdem war es überdurchschnittlich warm.

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So schlecht, wie ihn manche von uns in Erinnerung haben, war er gar nicht. Es war - mal abgesehen von dem Extremregen Mitte Juli - eigentlich ein ganz normaler mitteleuropäischer Sommer.

Denn der ist geprägt durch immer neue Tiefs, die uns von West nach Ost überqueren. Zwischendurch war da immer mal Platz für Sonne und auch mal hochsommerliche Hitze. Nicht normal waren dagegen die Sommer der letzten drei Jahre 2018, 2019 und 2020.

Die vergangenen drei Sommer waren zu heiß

Sie waren viel zu trocken, zu heiß, zu dürr. Und drei solcher Sommer in Folge, das war ungewöhnlich, wird aber im zukünftigen Klima, auf das wir mit Riesenschritten zusteuern, immer wahrscheinlicher. Wie gut sich ein Sommer anfühlt, lässt sich anhand der Anzahl von Sommertagen und Hitzetagen objektiv einordnen.

Hitzetage sind Tage mit einer Höchsttemperatur von über 30 Grad, für einen Sommertag im meteorologischen Sinne reicht schon eine Höchsttemperatur von 25 Grad.

Zwar ist keine Extremwetterlage im Einzelfall auf den Klimawandel zurückzuführen, doch insgesamt werden sie von der Erderwärmung begünstigt.

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Der Sommer 2021: nur 4,4 Hitzetage

Im deutschlandweiten Mittel gab es in diesem Sommer 4,4 Hitzetage - und das ist eher wenig. Im vieljährigen klimatologischen Mittel der Jahre 1991 bis 2020 sind es nämlich 8,3 Hitzetage.

Bezogen auf die Anzahl der Sommertage liegt der Sommer 2021 dagegen fast im Soll: Im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 gab es 32,3 Sommertage, diesmal hatten wir im bundesweiten Schnitt 31,6 Sommertage. Sommerlicher Spitzenreiter war Lübben-Blumenfelde mit 56 Sommer- und 14 Hitzetagen.

Damit Starkregen entstehen kann, müssen zwei Dinge zusammenkommen: besonders feuchte Luft und ein besonders großer Temperaturunterschied.

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So war der Sommer 2021 in Zahlen

Betrachten wir die drei meteorologischen Sommermonate genauer:

  • Dieser Juni war der drittwärmste Juni seit 1881. Es gab nicht nur viel Wärme, sondern auch viel Regen und viel Sonne. Und anhand des Juni lässt sich auch gut erklären, wieviel wärmer dieser Sommermonat bereits geworden ist.
  • Der Juni 2021 war 2,6 Grad wärmer als es das vieljährige klimatologische Mittel der Jahre 1991 bis 2020 erwarten lassen würde.
  • Und er war mit 3,6 Grad, also noch mal ein ganzes Grad wärmer als es im Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990 üblich war. Im deutschlandweiten Durchschnitt lag die Temperatur bei 19,0 Grad.
  • Der Juni brachte im Schnitt in Deutschland 95 Liter Regen pro Quadratmeter, zehn Liter mehr als im Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990, fast 20 Liter mehr als im Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020.
  • Sonniger als das Klimamittel war der Juni auch, mit 260 Stunden um 28 Prozent sonniger als 1961 bis 1990 und um 20 Prozent sonniger als 1991 bis 2020.
  • Der Juli war mit 18,3 Grad exakt so warm wie das Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 und damit 1,4 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990.
  • Mit 110 Litern pro Quadratmeter im Schnitt fiel ein Viertel mehr Regen als im Klimamittel 1991 bis 2020. Tief Bernd Mitte Juli brachte im Westen Jahrhundertregen mit mehr als 100 l/m² in 24 Stunden.
  • Der August war ein kühler, trüber und durchschnittlich nasser Monat bezogen auf das Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020.

Damit ist der diesjährige Sommer nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdiensts (DWD) der regenreichste seit zehn Jahren gewesen. 

Dr. Katja Horneffer leitet das ZDF-Wetterteam.

Starkregen, Stürme, ungewöhnliche Hitze und Trockenheit: Erleben Europa und die Welt gerade lediglich extreme Wetterlagen oder sind das alles Anzeichen für einen Klimawandel?

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