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Deutscher Wetterdienst - Bilanz: Winter einmal mehr zu warm

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Erst Schnee und Frost, dann Sonne und frühlingshafte Temperaturen - der Februar war von Temperaturextremen geprägt und wieder zu warm. Der Deutsche Wetterdienst zieht Winterbilanz.

Archiv: Eine Frau geht unter einer grauen Wolkendecke mit ihrem Hund am Stadtwaldsee, Bremen, entlang.
DWD: Zehnter Winter in Folge zu warm
Quelle: dpa

Zentimeterhoher Neuschnee und Temperaturen bis zu 20 Grad - das Wetter in diesem Winter in Deutschland war von Extremen geprägt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht eine vorläufige Bilanz der Monate Dezember, Januar und Februar.

[Wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, lesen Sie hier]

Der Winter 2020/21 war in Deutschland abermals zu warm - zum zehnten Mal in Folge. Der Temperaturdurchschnitt lag im Winter 2020/21 bei 1,8 Grad und damit um 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990.

Frühlingshafte Witterung im Februar

Insbesondere bei der frühlingshaften Witterung in der zweiten Februarhälfte habe es sich um ein Extrem gehandelt, erklärte der Wetterdienst. An sechs Tagen in Folge wurden in Deutschland dabei Temperaturen über 20 Grad erreicht.

Nach der Kältewelle wird es nun ungewöhnlich warm.

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Einen vergleichbaren Fall gab es seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen noch nicht. Die maximale Zahl der Tage mit mehr als 20 Grad in Folge lag bisher bei drei. Dies passierte zuletzt im Februar 2019.

Hinzu kamen im Februar ein schneller Temperaturanstieg: Nach tagelangem Schneefall kletterten die Temperaturen schnell auf zweistellige Werte. In Göttingen schnellten die Temperaturen innerhalb einer Woche von minus 23,8 Grad auf 18,1 Grad. 41,9 Grad Unterschied in sieben Tagen - einen so hohen Anstieg habe es seit Beginn der Aufzeichnungen nicht gegeben, hieß es.

Niederschläge im Winter 2020/2021

Mit knapp 180 Litern Niederschlag pro Quadratmeter erreichte der Winter 2020/21 fast genau seinen Sollwert von 181 Litern pro Quadratmeter.

Am 28. Januar fiel dabei in Bernau-Goldbach im Südschwarzwald mit 87,4 Litern pro Quadratmeter die größte Tagesmenge.

Trotz globaler Klimaerwärmung kommt es dieses Jahr zu ungewöhnlich starken Kälteeinbrüchen.

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Im Schwarzwald wurde auch mit lokal um die 585 Litern pro Quadratmeter die deutschlandweit größte Gesamtsumme gemessen.

Trockenheit war dagegen etwa in Teilen von Sachsen, Thüringen und Brandenburg ein Problem: Dort blieb es im ganzen Winter bei kaum 50 Litern Niederschlag pro Quadratmeter.

Mehr Sonne in Wintermonaten

Beim Sonnenschein verzeichneten die Meteorologen ein deutliches Plus. Mit mehr als 175 Stunden überschritt die Sonnenscheindauer im Winter 2020/21 ihr Soll von 153 Stunden im Vergleich zur Periode 1961 bis 1990 deutlich.

Am sonnigsten war es am Alpenrand, wo sich die Sonne bis zu 285 Stunden zeigte. Am wenigsten ließ sie sich im äußersten Norden, dem Taunus sowie dem Sauerland mit teils weniger als 125 Stunden blicken.

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