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Sturmflut und orkanartige Böen : "Nadia" sorgt für Hunderte Einsätze im Norden

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Eine schwere Sturmflut hat für Überschwemmungen an der deutschen Nordseeküste und viele Einsätze der Rettungskräfte gesorgt. Der Höhepunkt sei aber vorüber, sagt der Wetterdienst.

Ein Toter, mehrere Verletzte und hunderte Einsätze für die Rettungskräfte: Das ist die Bilanz des Sturmtiefs Nadia. Der Wintersturm fegte über den Nordosten Deutschlands hinweg.

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Verspätete Züge, umgestürzte Bäume, umherfliegende Gegenstände und eingestellte Fährverbindungen: Das Sturmtief "Nadia" hat am Samstag und in der Nacht zum Sonntag zum Teil orkanartige Böen und eine Sturmflut nach Norddeutschland gebracht. Feuerwehren und die Polizei mussten Hunderte Male ausrücken. In Brandenburg forderte das Sturmtief ein Todesopfer.

Meteorologin: "ein recht normaler Weststurm"

Mit Spitzengeschwindigkeiten ist "Nadia" über die norddeutsche Küste hinweggefegt: Die höchsten Windgeschwindigkeit wurde auf Hallig Hooge (Kreis Nordfriesland) mit 127 km/h gemessen, sagte eine DWD-Meteorologin am Sonntagmorgen.

Der Höhepunkt des Sturms sei aber zwischen 1 Uhr und 3 Uhr am frühen Sonntagmorgen gewesen, sagte die Meteorologin. Die Unwetterwarnung lief am Sonntagmorgen um 10 Uhr aus. Bis zum späten Nachmittag ist den Angaben zufolge jedoch weiter mit Sturmböen zu rechnen.

Ungewöhnlich stark ist das Sturmtief nach Angaben der Meteorologin nicht: "Es ist ein recht normaler Weststurm."

Sturmtief "Nadia": Hunderte Notrufe in Norddeutschland

Die Sturmflut in der Nacht traf laut einer Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die gesamte deutsche Nordseeküste. Im Hamburger Stadtteil St. Pauli setzte das Unwetter unter anderem den Fischmarkt unter Wasser.

Der Scheitel sei gegen 0:17 Uhr mit einem Wasserstand von 2,84 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht worden, so eine BSH-Sprecherin. Nun gehe das Hochwasser wieder zurück. Die Einsatzkräfte seien allein in der Hansestadt rund 300-mal ausgerückt, sagte ein Polizeisprecher.

Auch andernorts sorgte die Sturmflut für Überschwemmungen. In Bremerhaven habe der Scheitelwert beispielsweise bei 2,14 Metern über dem mittleren Hochwasser gelegen.

Passanten sind neben der Gischt der aufgepeitschten Nordsee am überfluteten Fähranleger Dagebüll unterwegs.
Sturmtief Nadia sorgte an der gesamten Nordseeküste für schwere Unwetter - auch hier am Fähranleger Dagebüll.
Quelle: dpa

Ein Toter in Brandenburg

Ein Fußgänger wurde in Beelitz von einem umstürzenden Wahlplakat so schwer am Kopf verletzt, dass Reanimationsversuche erfolglos blieben und er wenig später verstarb.

Das Plakat kippte am Samstagabend kurz nach 22 Uhr aus unbekannten Gründen auf den Mann, erklärte ein Sprecher des Polizeilichen Lagedienstes am Sonntagmorgen. Die "B.Z." (Online) berichtete zuerst. Das große Wahlplakat hing aufgrund der Landratswahlen am 6. Februar.

Behinderungen im Bahnverkehr

Wegen Sturmschäden kam es in Norddeutschland zu massiven Problemen im Bahnverkehr. Auf dem Abschnitt zwischen Stralsund und Ostseebad Binz fielen die ICE- und IC-Züge aus. Zwischen Bremen und Hamburg kam es zu Verspätungen, da der Streckenabschnitt nur eingleisig befahrbar war. Zwischen Rostock und Hamburg sowie Berlin sollten Fahrgäste mit kurzfristigen Zugausfällen und Verspätungen rechnen.

Auch im Regionalverkehr kam es wegen der Unwetterschäden noch zu Verspätungen und Ausfällen. Als Gründe nannte die Bahn vielerorts Bäume, die auf die Gleise gestürzt waren - oder Störungen der Oberleitung.

Zahlreiche Fährverbindungen ausgefallen

Auch zahlreiche Fährverbindungen wurden am Wochenende gestrichen.

  • An der Nordsee fielen alle Verbindungen der Hallig-Linie am Wochenende aus, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) mitteilte. Auch Verbindungen ab Föhr, Amrum und Dagebüll waren betroffen.
  • In Mecklenburg-Vorpommern wurde der Fährverkehr auf der Ostsee zwischen Rostock und Gedser auf der dänischen Insel Falster eingeschränkt. Nach Angaben der Reederei Scandlines fielen mehrere Verbindungen von Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen aus.
Eine Anzeigentafel mit den entfallenen Fährverbindungen
Wegen des Sturms fallen die frühen Fähren nach Föhr und Amrum am Sonntag aus.
Quelle: dpa/ Bodo Marks

Frachter trieb sechs Stunden vor Küste

Ein unbeladener Frachter trieb mehrere Stunden vor der deutschen Küste. Die 190 Meter lange "Vienna" hatte erkennbar Probleme zu manövrieren, sagte ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven.

Die Maschine sei zu schwach gewesen, um das Schiff gegen Wind und Wellen zu halten. Daher wurden unter anderem Notschlepper zu dem Havaristen entsandt. Der Frachter sei nach etwa sechs Stunden gesichert worden, die Lage sei inzwischen unter Kontrolle, teilte das Havariekommando am Sonntagvormittag mit.

In der neuen Woche Sturmböen im Süden möglich

Die Experten des DWD warnen für die Nacht zum Montag vor Sturm bis hin zu Orkanböen. Am Sonntagvormittag hob der DWD seine Unwetterwarnung auf. Bis zum späten Sonntagnachmittag ist den Angaben zufolge aber weiter mit Sturmböen zu rechnen.

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Nachdem das Sturmtief am Wochenende in Norddeutschland schwere Schäden verursacht hat, rückt in den kommenden Tagen vor allem der Süden in den Wetter-Fokus. In den Alpen könne eine Kombination aus Schneefällen und Sturmböen in den kommenden Tagen brisant werden - und bis Mittwoch könne bis zu einem Meter Schnee fallen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit.

Durch Sturmböen kann es auch zu starken Schneeverwehungen kommen. Für den Rest des Landes gilt den Meteorologen zufolge: Es wird grau, windig, nass und vereinzelt fällt Schnee auch bis in die tiefen Lagen.

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