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WMO-Bericht : Vergangene acht Jahre offenbar die heißesten

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Hitze, Dürren und Flutkatastrophen: Die Weltwetterorganisation legt ihren vorläufigen Bericht über den Zustand des Weltklimas vor. Die letzten acht Jahre demnach die heißesten.

Einem Bericht der Weltwetterorganisation zufolge haben Wetterextreme im laufenden Jahr Milliardenkosten und großes Leid verursacht. Dürre oder Fluten träfen Millionen Menschen.

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Wetterextreme häufen sich, der Meeresspiegel steigt, klimaschädliche Treibhausgase in der Atmosphäre nehmen zu und kurbeln die Erderwärmung weiter an. Zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Ägypten gibt die Weltwetterorganisation (WMO) in einem Bericht einen vorläufigen Überblick über den Zustand des Weltklimas.

Der WMO-Bericht sei die "Chronik eines Klima-Chaos", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres.

Während die COP27 startet, sendet unser Planet ein Notsignal.
UN-Generalsekretär António Guterres

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Ein Überblick zu den wichtigsten Aussagen des Berichts:

Temperatur

Die vergangenen acht Jahre deuten sich laut der Auswertung als wärmste der Aufzeichnungen an. Die weltweite Durchschnittstemperatur lag zuletzt schätzungsweise rund 1,15 Grad über dem Durchschnitt der vorindustriellen Zeit.

Das Wetterphänomen La Niña habe zwar die Temperaturen etwas gemindert, so dass 2022 nur als fünft- oder sechstwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen in die Statistik eingehen werde, heißt es in dem Bericht - es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis ein neues Wärme-Rekordjahr gemessen werde.

Schon jetzt liegt der Temperaturanstieg bei 1,1 Grad, mit spürbaren Folgen wie Flutkatastrophen und Hitzewellen. Laut UN sind die derzeitigen Klimapläne der Staaten ungenügend.

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Das alle paar Jahre auftretende Wetterphänomen La Niña drückt die globale Durchschnittstemperatur, weil sich dabei die oberen Wasserschichten des tropischen Ostpazifiks ungewöhnlich stark abkühlen.

Wetterextreme

Hitzewellen, Dürren und Flutkatastrophen haben in diesem Jahr Millionen Menschen betroffen und Milliardenkosten verursacht.

In Ostafrika leiden immer mehr Kinder unter den Folgen extremer Dürre. Laut Unicef ist die Zahl der betroffenen Kinder in den letzten zwei Monaten um 40 Prozent gestiegen.

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Bis Mitte des Jahres waren unter anderem durch extrem langanhaltende Dürren im Osten Afrikas bis zu 19,3 Millionen Menschen von unsicheren oder unzureichendem Zugang zu Nahrungsmitteln betroffen.

Die Fluten in Pakistan kosteten mindestens 1.700 Menschen das Leben und vertrieben fast acht Millionen Menschen aus ihrer Heimat.

Die ärmsten Länder leiden am meisten unter der Klimakrise. Ein Beispiel ist Pakistan. Das Land leidet noch immer unter den verheerenden Überschwemmungen des Sommers.

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Besonders jene Menschen im globalen Süden, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich seien, litten am stärksten, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas dem Bericht zufolge.

Aber auch andere Regionen seien in diesem Jahr von Extremen erschüttert worden - etwa Europa oder der Süden Chinas durch enorme Hitzewellen und ebenfalls extreme Dürreperioden, die große Flüsse fast austrockneten.

Gletscher

Das Schmelzen der Gletscher hat in diesem Jahr enorm Fahrt aufgenommen. In den Alpen wurden durchschnittliche Verluste von drei bis vier Metern der Eisdicke gemessen, deutlich mehr als im bisherigen Rekordjahr 2003.

Der Grönländische Eisschild schmolz das 26. Jahr in Folge, außerdem fiel am höchsten Punkt des Eisschilds im August 2021 erstmals Regen statt Schnee. In der Schweiz nahm das Volumen der Gletscher in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als ein Drittel ab.

Für viele Gletscher ist es bereits zu spät und das Schmelzen wird für Hunderte, wenn nicht Tausende Jahre weitergehen mit enormen Auswirkungen für die Wasserversorgung.
WMO-Generalsekretär Petteri Taalas

Steigende Temperaturen bringen die Gletscher in den Alpen zum Abtauen. Katja Horneffer erklärt, welche Folgen das hat.

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Meeresspiegel

Das Tempo des Meeresspiegel-Anstiegs hat sich seit 1993 verdoppelt. Allein seit Januar 2020 stieg der Meeresspiegel um fast 10 Millimeter auf einen neuen Rekordstand an. Der Anstieg in den vergangenen zweieinhalb Jahren macht zehn Prozent des Gesamtanstiegs der vergangenen knapp 30 Jahre aus, in denen dieser mithilfe von Satellitenmessungen beobachtet wurde.

Diese Beschleunigung liegt vor allem am schmelzenden Eis. Für Küstenregionen und tiefliegende Staaten ist das eine enorme Bedrohung.

Treibhausgase

Die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase - Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) - hat im abgelaufenen Kalenderjahr einen neuen Höchststand erreicht, bei Methan war die Zunahme sogar so groß wie nie. Auch im noch laufenden Jahr stieg die Konzentration aller drei Gase in der Atmosphäre weiter an. WMO-Generalsekretär Taalas hält fest:

Wir haben so hohe Werte an Kohlendioxid in der Atmosphäre, dass das 1,5-Grad-Ziel kaum noch in Reichweite ist.
Petteri Taalas, WMO-Generalsekretär

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Je höher die Erderhitzung sei, desto schlimmer würden die Auswirkungen. Klimaforschern zufolge muss die Erderhitzung bei 1,5 Grad gestoppt werden, um die Überschreitung gefährlicher Kipppunkte zu vermeiden und die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden.

Die internationale Gemeinschaft hat sich auf dieses Ziel verständigt, tut aber längst nicht genug, um dieses politisch umzusetzen.

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