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Unlautere Geschäftspraktiken? - Verbraucherschützer gehen gegen WhatsApp vor

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Die Verbraucherschutz-Organisation Beuc hat Beschwerde gegen WhatsApp bei der EU-Kommission eingelegt. Der Messenger-Dienst hatte seine Nutzungsbedingungen unlängst geändert.

Das Logo von WhatsApp auf einem Smartphone. Symbolbild
WhatsApp soll seine Kunden unter Druck gesetzt haben, so der Verbraucherschutz-Verband Beuc.
Quelle: Ritchie B. Tongo/EPA FILE/dpa/Archivbild

Ein europäischer Verbraucherverband wirft WhatsApp in einer Beschwerde vor, Nutzer auf unlautere Weise zur Annahme der neuen Datenschutzregeln gedrängt zu haben.

Zum einen nimmt die Verbraucherschutz-Organisation Beuc die per Benachrichtigung verschickten Aufforderungen, die geänderten Richtlinien anzunehmen, ins Visier. Sie hätten die Nutzerinnen und Nutzer unter Druck gesetzt und damit die EU-Regeln gegen unlautere Geschäftspraktiken verletzt, argumentierte der Verband in seiner Beschwerde unter anderem bei der EU-Kommission am Montag.

Zum anderen kritisiert Beuc, die neuen Regeln seien so unklar formuliert, dass die Nutzer nicht verstehen könnten, welche Folgen für ihre Daten eine Annahme hat. Auch dies verletze europäische Verbraucherschutz-Gesetze, die klare und transparente Kommunikation einforderten.

WhatsApp ändert seine Datenschutzbestimmungen - das sorgt bei Daten- und Verbraucherschützern für heftige Kritik.

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WhatsApp entgegnete wie schon zu früherer Kritik, die Beschwerde basiere auf einem Missverständnis der Ziele und Folgen der neuen Regeln. Das Update erkläre die Möglichkeiten zur Kommunikation mit Unternehmen über WhatsApp und mache transparenter, wie Daten gesammelt und verwendet würden.

Entzug von WhatsApp-Funktionen drohte

Der zu Facebook gehörende Chatdienst hatte nach der Kritik an den im Januar angekündigten Regeln einen Rückzieher gemacht. Ursprünglich sollten Nutzer, die dem Update nicht zustimmen, mit der Zeit den Zugriff auf Grundfunktionen verlieren.

Inzwischen drohen ihnen keine Konsequenzen mehr. Nur die neuen Funktionen zur Kommunikation mit Unternehmen wird man lediglich nach Zustimmung zum Update nutzen können. WhatsApp zufolge waren sie der zentrale Grund für die Änderung der Nutzungsbedingungen.

Die neuen Datenschutz-Regeln von WhatsApp haben in diesem Jahr schon für einigen Wirbel gesorgt.

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WhatsApp-Chef gibt sich reumütig

Auslöser für die Kritik war die Einschätzung, dass mit dem Mitte Mai in Kraft getretenen Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden sollen. WhatsApp weist dies zurück. Zugleich wird betont, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der auch der Dienst selbst keinen Zugang zu Inhalten habe, nicht aufgeweicht werde. 

WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer. WhatsApp-Chef Will Cathcart räumte vor einigen Wochen Fehler bei der Ankündigung der neuen Regeln ein: "Wir müssen klar kommunizieren, was wir machen und warum." Dies habe WhatsApp verpasst.

Wir wurden erst klarer, als wir die Verwirrung sahen. Das geht auf unsere Kappe.
WhatsApp-Chef Will Cathcart

Ein Großteil der Nutzer akzeptiere die neuen Regeln, betonte Cathcart.

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von Peter Welchering
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