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10. Todestag von Whitney Houston : "The Voice" als Vorbild für Beyoncé und Co

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Vor zehn Jahren starb Whitney Houston im Alter von 48 Jahren. Geblieben ist, dass sie mit ihrer Karriere Blaupausen für Künstlerinnen wie Carey, Beyoncé oder Rihanna lieferte.

Sie ist die Frau mit der Drei-Oktaven-Stimme: Bis heute gilt Whitney Houston als eine der bedeutendsten Rock- und Soul-Künstlerinnen aller Zeiten.

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Kein Mausoleum wie bei Michael Jackson, kein privates Familiengrab wie bei Elvis Presley: Der Grabstein von Whitney Houston steht unscheinbar und für jedermann zugänglich auf dem Fairview Friedhof in New Jersey. Neben denen ihrer Tochter Bobbi Kristina Brown und ihres Vaters John Houston, Jr.

Ein Herz umrahmt ein graviertes Konterfei der Sängerin. "The Voice" steht unter ihrem Todestag, dem 11. Februar 2012 - jenem Tag vor zehn Jahren, als eine der markantesten Stimmen der Musikgeschichte für immer verstummte.

Der Grabstein von Whitney Houstons Grab auf dem Friedhof in Westfield, New Jersey.
Das Grab von Whitney Houston in Westfield, New Jersey.
Quelle: Cortez/AP (Archiv)

Whitney Houston: 200 Millionen verkaufte Tonträger

Unweit des Friedhofs hatte Houston als junges Mädchen im Chor der Baptist Church in Newark ihre ersten Soloauftritte vor Publikum. In jener Kirche fand auch ihre Trauerfeier statt, nachdem sie an einer fatalen Kombination aus Kokainkonsum und Herzversagen in der Badewanne eines Hotels ertrunken war. Sie wurde nur 48 Jahre alt.

Die Erfolgszahlen der Künstlerin Whitney Houston sind beeindruckend: mehr als 200 Millionen verkaufte Tonträger, die erste Künstlerin mit sieben Nummer-Eins-Hits in Folge. Dazu unter anderem sechs Grammy Awards und zwei Emmys.

Mehr als goldene Schallplatten und Schlagzeilen

Überschattet wurde diese einmalige Karriere immer wieder vom öffentlich dokumentierten Drogenmissbrauch und einer turbulenten 15-jährigen Ehe mit dem Sänger Bobby Brown.

Analysiert man Houstons Karriere und ihr Leben etwas tiefer, wird deutlich, dass sie sehr viel mehr hinterlassen hat als goldene Schallplatten und Drogenschlagzeilen.

Rassendiskussion um Houstons Musik

Sie war eine der ersten afro-amerikanischen Sängerinnen, die erfolgreich den Spagat zwischen den Genres R&B, Gospel und Pop wagte - und damit auch Rassenbarrieren einriss.

Viele schwarze Kollegen nahmen ihr dies übel. Bei den "Soul Train Awards" 1989 wurde Houston vom weitgehend schwarzen Publikum ausgebuht, manche riefen abwertend "White-ey, White-ey".

In einem Interview mit Arsenio Hall erklärte sie Jahre später:

Ich wurde kritisiert, weil ich in den Augen mancher zu weiß klinge. Dabei singe ich einfach nur so, wie Gott es für mich vorgesehen hat.
Whitney Houston

Costner wählte Houston für "Bodyguard"-Hauptrolle

Nach drei sehr erfolgreichen Alben wagte Houston 1992 den Gang nach Hollywood. Kevin Costner wählte Houston für die weibliche Hauptrolle in dem von ihm produzierten Film "Bodyguard" - entgegen dem Willen mancher Studiobosse.

In einer Zeit lange vor #HollywoodSoWhite hatte man Sorge, dass die filmische Liebesbeziehung zwischen einer Schwarzen und einem Weißen beim Publikum keine Akzeptanz finden würde.

Filmmusik zu "Bodyguard" bis heute Spitze

Von Kritikern zerrissen, vom Publikum geliebt, spielte der Streifen letztlich 411 Millionen Dollar ein. Ein bis dahin ungekannter Triumph für eine schwarze Hauptdarstellerin.

Die Filmmusik zu "Bodyguard" - für die Houston als Co-Produzentin mitverantwortlich war - ist mit 45 Millionen verkauften Tonträgern bis heute der erfolgreichste Soundtrack überhaupt. In "Bodyguard"-Musicals weltweit begeistern die Songs nach wie vor.

Erste Schwarze mit Top-Gagen

Mit weiteren Filmrollen in "Warten auf Mr. Right" und "Rendezvous mit einem Engel" wurde Houston die erste Afro-Amerikanerin, die zehn Millionen Dollar pro Filmrolle kassierte.

Whitney Houston hat mit ihren Erfolgen lautlos eine sehr kraftvolle Botschaft in die Showbranche gesendet: Schwarze Künstlerinnen sind mehr als reine Nischenkünstlerinnen.

Vorkämpferin für Afro-Amerikanerinnen

Mit ihrer Multi-Talent-Karriere hat sie letztlich den Weg geebnet für farbige Künstlerinnen wie Mariah Carey, Beyoncé, Jennifer Lopez, Rihanna oder Jennifer Hudson.

Sängerin Beyoncé sieht Houston als Vorkämpferin:

Sie ist unsere Königin, hat Türen geöffnet und lieferte Blaupausen für unsere Karrieren.
Beyoncé, Sängerin, Schauspielerin und Produzentin

Gutes tun im Namen von Whitney Houston

Weniger öffentlich war Houstons Engagement für diverse Wohltätigkeitsprojekte. „The Whitney E. Houston Legacy Foundation“ kümmert sich noch heute um Obdachlose, Arme und an Krebs oder AIDS erkrankte Kinder. Mit Houstons Lebensmotto im Sinn: “Be Your Best”.

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