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Neu auf WHO-Liste - Mittel gegen Nikotinsucht "unverzichtbar"

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Die WHO hat zwei Medikamente zur Behandlung von Nikotinsucht auf ihre Liste unverzichtbarer Arzneimittel gesetzt. Dort waren bisher nur Ersatzpräparate aufgeführt.

Logo der Weltgesundheitsorganisation. Symbolbild
Liste der "unverzichtbaren Arzneimittel" verlängert: Weltgesundheitsorganisation WHO
Quelle: Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Zum ersten mal gelten nun Medikamente zur Behandlung von Nikotinsucht als "unverzichtbare Arzneimittel" - und sind damit nach ärztlicher Einschätzung für eine Grundversorgung der Bevölkerung nötig. Auf der Liste dieser Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation WHO waren für Raucherinnen und Raucher, die von der Sucht loskommen wollen, bislang nur Nikotin-Ersatzpräparate aufgeführt.

Bei den neu aufgenommenen Medikamenten handelt es sich um Bupropion (Handelsname Zyban) und Vareniclin (Champix). Sie sind in Deutschland schon zugelassen und rezeptpflichtig. Die Liste wird alle zwei Jahre aktualisiert. Darauf sind jetzt 479 Medikamente für Erwachsene und 350 für Kinder. Sie gilt als Richtschnur für Gesundheitsbehörden, die Medikamente zulassen oder beschaffen.

Liste gerade für ärmere Länder wichtig

Regierungen ohne eigene Regulierungsbehörden halten sich oft daran, weil die Mittel von der WHO bereits auf Sicherheit und Wirksamkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geprüft sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät bei ihrer Jahrestagung nicht nur über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie - es geht auch um die Frage, wie die Organisation bei künftigen Gesundheitskrisen besser reagieren kann.

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Leider seien gerade Medikamente mit Patentschutz in ärmeren Ländern für viele Patienten noch unerschwinglich, berichtete die WHO. Dazu gehört Insulin. In Accra, der Hauptstadt Ghanas, müsse etwa ein Diabetiker für seinen monatlichen Bedarf an Insulin fünfeinhalb Tage arbeiten.

Drei Hersteller kontrollieren den Markt für Insulin

Drei Hersteller kontrollierten praktisch den gesamten Markt, fehlender Wettbewerb halte die Preise hoch. Deswegen hat die WHO jetzt auch lang wirkende Insulinanaloga auf die Liste gesetzt, also künstlich hergestellte Proteine, die dem menschlichen Insulin strukturell verwandt sind.

Das macht es der WHO möglich, auch derartige Nachahmerprodukte (Biosimilars) zu prüfen und zu empfehlen. Solche Insulinanaloga sind in Deutschland ebenfalls schon zugelassen.

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