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Anfeindungen gegen RKI-Chef - Wieler: Bekomme immer noch Morddrohungen

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Der Chef des Robert-Koch-Instituts ist nach wie vor Opfer von Anfeindungen. Auch von Morddrohungen ist die Rede. Diese würde sogar zunehmen, so Lothar Wieler.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts
Bekommt nach wie vor Morddrohungen: RKI-Präsident Wieler.
Quelle: EPA

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht sich massiven Bedrohungen ausgesetzt.

Ich wünschte, die Lage wäre angenehmer, aber ich bekomme immer noch Drohungen.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Wenn etwa öffentlich behauptet werde, er sei dafür verantwortlich, dass Schulen geschlossen würden, oder wenn irgendwo die Behauptung stehe, er wolle Lockdown statt Freiheit, "dann nehmen die Drohungen, auch die Morddrohungen, massiv zu".

Das hindere ihn aber nicht an seiner Arbeit. "Das Risiko hält mich aber nicht ab von meiner Pflicht. Solange ich Beamter dieses Staates bin, werde ich ihm verantwortungsvoll dienen", sagte Wieler den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wieler: Kritik an Impfdaten unberechtigt

Der RKI-Chef verteidigte gleichzeitig sein Institut erneut gegen Kritik wegen unvollständiger Impfdaten. Ein RKI-Bericht, wonach unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als offizielle Daten nahelegen, hatte vergangene Woche für Wirbel gesorgt.

Er teile den Ärger über die Meldeprobleme, doch sei dafür nicht das RKI verantwortlich.

Christian Drosten am 22.07.2021 in Berlin

Verschiedene Meldezahlen - Debatte um Impfquote - Drosten verteidigt RKI 

Mehr Menschen sollen gegen Covid-19 geimpft sein als die RKI-Zahlen verlauten. Den Unterschied findet Virologe Drosten "irrelevant", die Aufregung darüber "komplett umsonst".

Wieler: "Es ist unfair, die schuld auf das RKI abzuwälzen"

"Aber die Meldung der impfenden Stellen ist in der Coronavirus-Impfverordnung gesetzlich vorgeschrieben, sie muss vollständig und zeitnah erfolgen, um den Impffortschritt in Deutschland so genau und aktuell wie möglich abbilden zu können. Es ist unfair, die Schuld auf das RKI abzuwälzen", sagte Wieler.

Die offiziell gemeldeten Daten seien die Mindestimpfquote, sagte der RKI-Chef. Mit dem Einstieg der niedergelassenen Ärzte beim Impfen könne man die Impfquote nicht mehr so genau erfassen wie in den Impfzentren.

Wir können nur sagen, dass bis Ende September bis zu 84 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft wurden und bis zu 80 Prozent vollständig.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Wie hoch die tatsächliche Quote jetzt sei, könne man nicht sagen.

Lesen Sie hier nach, wie viele Menschen in Deutschland und weltweit laut offiziellen Angaben gegen das Coronavirus geimpft sind:

Impfspritze und Verlauf der Zahl der Corona-Impfungen
Grafiken

Diese Länder liegen vorne - Wie viele wurden bisher gegen Corona geimpft? 

Wie erfolgreich ist die Impfkampagne in deutschen Bundesländern und anderen Staaten, wo gerät sie ins Stocken? Aktuelle Zahlen zeigen, wie viele Menschen bereits geimpft wurden.

von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

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