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Januar 2020 markiert Temperaturrekord

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Klimabericht der UN - Januar 2020 markiert Temperaturrekord

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Ein Bericht der UN bestätigt: Die Welt heizt sich weiter auf. Der vergangene Januar war so warm, wie keiner zuvor. ZDF-Experte Özden Terli warnt, dass Extremwetter zunehmen wird.

Archiv: Bayern, Schwangau: Kunstschneehaufen liegen entlang einer Skipiste.
Der Schneemangel hatte im Januar Auswirkungen auf Pisten in Bayern.
Quelle: DPA

Der Klimawandel schreitet einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge ungebremst voran. Der Januar 2020 sei der wärmste jemals erfasst erste Monat in einem Jahr gewesen, teilte die Weltwetterorganisation der UN am Dienstag in New York mit.

Die Zeitspanne von 2015 bis 2019 sei der wärmste jemals gemessene Fünfjahreszeitraum und die Zeitspanne von 2010 bis 2019 sei das wärmste jemals erfasste Jahrzehnt. Das Jahr 2019 weise die zweithöchste erfasste durchschnittliche Temperatur auf, sie habe um 1,1 Grad Celsius über den geschätzten vorindustriellen Werten gelegen.

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Beitragslänge:
43 min
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2016 wärmer als 2019 wegen El Niño

Nur 2016 sei eine noch höhere durchschnittliche Temperatur als 2019 gemessen worden. Allerdings habe 2016 das sehr starke Wetterphänomen El Niño den Anstieg der Temperatur zusätzlich vorangetrieben.

UN-Generalsekretär António Guterres betonte in dem Vorwort des Reports, dass die Welt weit von der Erreichung der Temperaturziele des Pariser Klimaabkommens entfernt sei.

Dieser Bericht beschreibt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und zeigt die Dringlichkeit weitreichender Klimaschutzmaßnahmen.
António Guterres

Das Klimaabkommen setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Es ist quasi unmöglich, das Pariser Klima-Abkommen, das ja fast alle Staaten weltweit unterschrieben haben, noch umzusetzen.

Beitragslänge:
1 min
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Globale Erwärmung wird sich fortsetzen

Da die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre weiter steige, würden auch die Temperaturen weiter steigen, hieß es von der Weltwetterorganisation. Das führe zu einem weiteren Schmelzen der Gletscher und Eisschichten, zu einem Anstieg des Meeresspiegels sowie zu Dürren und Hitzewellen.

"Angesichts des anhaltenden Anstiegs der Treibhausgaswerte wird sich die Erwärmung fortsetzen. Eine aktuelle dekadische Prognose zeigt, dass in den nächsten fünf Jahren ein neuer jährlicher globaler Temperaturrekord wahrscheinlich ist. Es ist eine Frage der Zeit“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

Rauch und Schadstoffe durch schädliche Brände in Australien umrundeten den Globus und verursachten einen Anstieg der CO2-Emissionen.
Petteri Taalas

Ein Problem sei auch der aktuelle Temperaturrekord in der Antarktis. Das führe zu einer Eisschmelze und dem Abbrechen von Gletschern, wodurch der Meeresspiegel steige.

"Extremwetterereignisse nehmen zu", sagt ZDF-Experte Terli

Für ZDF-Wetterexperte Özden Terli ist der Bericht einer von vielen, der die Dramatik der Klimakrise zeigt.

Die Bundesregierung scheint nicht zu verstehen, was die Stunde geschlagen hat. Ihre Maßnahmen entsprechen jedenfalls nicht den Vorgaben des Pariser Abkommens.
Özden Terli

"Die Extremwetterereignisse und die Veränderungen durch die Erhitzung des Planeten nehmen zu. Kaum vorstellbar, welche Auswirkungen in den kommenden zehn Jahren noch bevorstehen", erklärt er.

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