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Wintersemester in Präsenz - Zehntausende warten auf einen Wohnheimplatz

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Zum Wintersemester wird es wieder voller in den Unistädten. Noch sind die Wartelisten der Studentenwohnheime zwar kürzer als vor Corona, dennoch warten Zehntausende auf Plätze.

Für viele Studierende beginnt in diesem Semester wieder die Präsenzlehre an den Universitäten. Doch wer vor Ort studiert braucht auch ein Zimmer, doch das Wohnungsangebot ist knapp.

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An vielen Universitäten hat das Wintersemester bereits begonnen - zum ersten Mal seit rund eineinhalb Jahren wieder in Präsenz. Zusätzlich zu den neuen Erstsemestern, die ihr Studium gerade beginnen, kehren auch viele der Studierenden, die während der Corona-Pandemie wieder zu ihren Eltern gezogen sind, an ihre Studienorte zurück.

"Von einem 'Doppelansturm' kann bei uns kaum die Rede sein", teilt das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg auf ZDFheute-Anfrage mit und beschreibt damit auch die Situation, die Studentenwerke in anderen Städten beobachten.

Nach eineinhalb Jahren Distanzunterricht sind die Studierenden ins Wintersemester gestartet. Doch in Berlin darf nur an die Uni, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Dagegen regt sich auch bei Studierendenvertretern Widerstand.

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Im vergangenen Jahr war die Nachfrage nach Wohnheimplätzen aufgrund der Pandemie stark zurückgegangen. Nun ist die Zahl der Bewerbungen wieder deutlich angestiegen, liegt aber noch nicht wieder auf dem Niveau von vor Corona.

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Studentenwerk fordert mehr Investitionen in Wohnheimplätze

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass es in den Wohnheimen aktuell viele Leerstände gibt - im Gegenteil: Zehntausende Studierende stehen laut Deutschem Studentenwerk (DSW) auf Wartelisten für einen Wohnheimplatz. Demnach sind es allein in

  • Berlin beispielsweise 3.800,
  • in Frankfurt 2.700
  • und in Heidelberg 2.200.

Seit Jahren ist die Wohnsituation in vielen Städten angespannt.

Bund und Länder haben seit dem Jahr 2007 die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze um 52 Prozent erhöht - seitdem ist die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze aber nur um 9 Prozent angestiegen.
Matthias Anbuhl, Generalsekretär Deutsches Studentenwerk

Diese Schere dürfe nicht noch weiter auseinander gehen, so Anbuhl. Er fordert von Bund und Ländern deutliche Investitionen in Wohnheime. "Bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu erhalten und zu schaffen, das richtet der Markt alleine nicht. In München kostet eine Wohnung des Studentenwerks im Schnitt 290 Euro warm, auf dem freien Markt mehr als 800 Euro", sagt er.

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München startet Aufruf an Vermieter

Das Studentenwerk München weiß um die Problematik: Anfang Oktober standen dort knapp 15.000 Menschen auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz. Die Zahl umfasse jedoch auch Bewerbungen aus früheren Semestern, sodass davon auszugehen sei, dass nicht alle auf der Warteliste wirklich noch auf der Suche sind, erläutert Sprecher Ingo Wachendorfer gegenüber ZDFheute. "Dadurch rücken 'aktuelle' Antragsteller automatisch nach und bekommen eher eine Chance, als es die reine Zahl der Bewerberinnen und Bewerber vermuten lässt."

Dennoch müssen viele Wohnungssuchende damit rechnen, zunächst keinen Platz im Wohnheim zu bekommen. Wie auch andere Städte hat München daher vor einigen Wochen einen Aufruf an private Vermieter gestartet, Wohnraum bereitzustellen. "Besonders zu Wintersemesterbeginn ist die Nachfrage nach unseren Wohnplätzen groß", sagt Wachendorfer. In dieser Zeit helfe jedes günstig angebotene Zimmer dabei, die schwierige Lage zu entspannen. "Pro Jahr vermitteln wir auf diesem Weg einige Hundert Wohnmöglichkeiten", erklärt er.

Vorlesungen im Hörsaal: Nach drei digitalen Corona-Semestern kehrt wieder mehr Normalität ein. Für Geimpfte, Getestete und Genesene findet die Uni wieder in Präsenz statt.

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Tipps für die Wohnungssuche

Und was, wenn Studierende zum Semesterbeginn doch ohne Bleibe dastehen? "Da ist viel Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt", sagt DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl - und gibt Tipps, wo nach Wohnmöglichkeiten gesucht werden kann:

  • Online-Zimmerbörsen der Studentenwerke (oft in Kooperation mit den Hochschulstädten)
  • Aufrufe in den Sozialen Medien posten
  • Schwarze Bretter (an den Hochschulen oder digital)
  • Online-Immobilienportale
  • Verwandte/Bekannte/Freunde am Studienort um Hilfe bitten

Unabhängig von der Wohnproblematik ist nach drei Semestern Online-Lehre für viele Studierende die Freude groß, wieder - oder erstmals - in Präsenz an der Uni zu studieren. Direkte soziale Kontakte zu den Kommilitonen inklusive - trotz 3G-Regel und Maskenpflicht.

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von Ulrike Hauswald
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