Sie sind hier:

Coronavirus - Wuhan: Geisterstadt mit chaotischen Krankenhäusern

Datum:

Die Straßen menschenleer, die Krankenhäuser wegen des Coronavirus überfüllt. Das auslandsjournal zeigt neue Aufnahmen aus Wuhan. Schnell wird klar: Die Einwohner sind sehr besorgt.

Wer in China Fieber hat, hat ein Problem. Anwohner kommen nicht mehr in ihre Wohnsiedlung, obwohl sie dort wohnen. In Peking sind die Sicherheitsmaßnahmen wegen des Coronavirus streng. Überall gibt es Checkpoints, die den Weg in Wohngebiete absperren. 22 Millionen Menschen leben in Chinas Hauptstadt, aber sie wirkt im Moment fast wie ausgestorben. Im auslandsjournal berichten die ZDF-Korrespondenten Stefanie Schoeneborn und Ulf Röller über die Zustände in Peking.

Die Regierung lässt die Stadt lahm legen, so wie viele Großstädte im Lande. Restaurants, Märkte, Läden sind geschlossen. China will keine Menschenmengen, will so die Ausbreitung des Virus verhindern.

Video zeigt Wuhan menschenleer

Angefangen hat alles in Wuhan, wo das Virus ausgebrochen sein soll. Ein Kontakt der ZDF-Reporter in China schickt Videoaufnahmen von menschenleeren Straßen. Wuhan gleicht einer Geisterstadt - in der Angst herrscht, wie im ganzen Land.

Die dramatische Wirklichkeit geht auch nicht spurlos an der Regierung vorbei. Auf einer Pressekonferenz vor einer Woche will sie noch den Eindruck erwecken, alles im Griff zu haben. In den Sozialen Medien tauchen Bilder auf, die zeigen, dass das so nicht stimmt. Überfüllte Krankenhäuser, das Pflegepersonal komplett am Limit.

Eine Krankenschwester ruft: "Sag uns nicht, dass wir Deserteure sind. Sollen wir hier einfach warten, bis uns der Tod holt? Wir sind todmüde, wir können keinen einzigen Tag ausruhen. Jeden Tag arbeiten wir."

Coronavirus: Chinas Regierung gibt täglich Pressekonferenzen

Kritik gibt es massenhaft und die Zensur kommt mit dem Löschen im Netz nicht mehr nach. In einem Video ist der Hilferuf eines Arztes zu sehen, er wirkt wie ein Weckruf für die Machthaber: "Ich mache kein Theater! Die Leute liegen hier auf dem Boden!"

Seitdem gibt Chinas Regierung täglich Pressekonferenzen. Premier Li Keqiang schwört die Pflegekräfte in Wuhan ein. Der Kampf gegen das Virus wird zur nationalen Aufgabe. Die Maßnahmen im Land sind drastisch, verunsichern und machen Angst. Aber Chinas Bevölkerung hofft, dass die Führung es schon richten wird und der Alltag zurückkehrt.

Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit

Coronavirus - mehr Infizierte - Spahn: Hundert Deutsche wollen raus aus Wuhan 

Etwa 6.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Minister Spahn sagte im ZDF, viele Deutsche wollten China verlassen. Er ließ offen, was nach der Landung passiert.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.