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Urteil wegen Körperverletzung - Youtuber "Drachenlord" muss ins Gefängnis

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Seit Jahren streitet sich der Youtuber "Drachenlord" mit seinen Gegnern, immer wieder kommt es zu Gewalt. Die Justiz hat davon nun genug und schickt ihn jetzt in Haft.

"Drachenlord" im Sitzungssaal des Strafjustizzentrums.
"Drachenlord" ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.
Quelle: Daniel Karmann/dpa

Der Youtube-Videoblogger "Drachenlord" ist wegen gefährlicher Körperverletzung und anderer Straftaten zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. "Dieses Verfahren ist ein trauriges Beispiel dafür, welche Folgen Hass und Mobbing im Internet haben", sagte die Richterin am Donnerstag in Nürnberg.

Sie sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige unter anderem einen Mann mit einer Taschenlampe auf die Stirn geschlagen und verletzt hatte. Einen anderen bewarf er mit einem Backstein. Außerdem habe er Polizisten beleidigt.

Polizei musste mehrmals täglich ausrücken

Die Staatsanwältin hatte zuvor eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe aus den sieben Anklageschriften während des Prozesses gestanden und sich entschuldigt.

Der Bundesgerichtshof urteilte, dass Hass im Netz strafrechtlich verfolgt, oder gelöscht werden darf.

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Der Videoblogger streitet sich seit Jahren mit seinen Gegnern, die sich "Hater" nennen - im Internet und in der realen Welt. Regelmäßig tauchen diese vor seinem Haus in dem mittelfränkischen Dorf Altschauerberg auf, um ihn zu provozieren. Die Polizei musste eigenen Angaben zufolge deshalb mehrmals täglich ausrücken.

"Drachenlord" beging Taten während Bewährungszeit

Aus Sicherheitsgründen hatte das zuständige Amtsgericht Neustadt an der Aisch die Hauptverhandlung in das Strafjustizzentrum in Nürnberg verlegt. Es ist bereits das zweite Mal, dass sich der Youtuber wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten musste.

Im September 2019 wurde er wegen einer Pfefferspray-Attacke zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Einige der nun angeklagten Taten beging er noch während der Bewährungszeit.

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