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"Mit Totschlägern auf das Team los"

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Angriff auf heute-show-Team - "Mit Totschlägern auf das Team los"

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Nach dem Angriff auf ein Team der ZDF "heute-show" sind die sechs festgenommenen Verdächtigen wieder freigelassen worden. Der Chef der Produktionsfirma ist immer noch geschockt.

Nach der Attacke auf ein Kamerateam der ZDF-Satiresendung „heute-show“ ermittelt nun der Staatsschutz. Bei dem Angriff wurden vier Menschen verletzt.

Beitragslänge:
1 min
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Bei Dreharbeiten für die nächste Ausgabe der "heute-show" ist am Freitag in Berlin-Mitte ein ZDF-Team von Unbekannten angegriffen worden. Sechs Teammitglieder wurden dabei verletzt. Sechs mutmaßliche Täter wurden festgenommen, am Samstagabend aber wieder freigelassen. Auf Haftbefehle wurde nach ZDF-Informationen verzichtet.

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Verletzte wieder zuhause

Neben dem Redakteur, dem Kameramann und dem Kameraassistenten wurden drei Security-Mitarbeiter, die das Kamerateam begleitet hatten, im Krankenhaus behandelt. Alle konnten noch am Abend wieder entlassen werden. Reporter Abdelkarim blieb unverletzt.

Das ZDF-Team war am Freitagnachmittag nach Dreharbeiten bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln von Vermummten angegriffen worden. Laut Polizei handelte es sich bei den später Festgenommenen um vier Männer im Alter von 24, 25 und 31 Jahren sowie um zwei 25 beziehungsweise 27 Jahre alte Frauen.

Unklarheiten über Motiv

Die Motive der Täter blieben zunächst unklar, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik an diesem Samstag im rbb-"Inforadio". Die Übernahme der Ermittlungen durch den Staatsschutz zeige aber, dass von einer politisch motivierten Tat ausgegangen werde, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

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"Mit Totschlägern auf das Team los"

Harald Ortmann ist Geschäftsführer von TV United, der Produktionsfirma, die den Kameramann und den Tonassistenten für die Dreharbeiten stellte. Er ist schockiert über den Angriff:

Sie sind mit Totschlägern auf das Team los. Unserem Tonassistenten wurde ins Gesicht getreten - mit einer Brutalität, mit der man in Kauf genommen hat, dass es ein Mensch nicht überlebt.
Harald Ortmann, Geschäftsführer der Produktionsgesellschaft

Für den Dreh waren laut Ortmann auch drei Securities engagiert, was bei einem Filmdreh bei einer Demonstration mittlerweile Standard sei. Diese seien schwer verletzt worden, weil sie dem Tonassistenten und dem Kameramann helfen wollten, sagte Ortmann. "Ich war früher selbst als Kameramann tätig und habe das in über 30 Jahren nicht erlebt. In unserem Land sind es Teile der Bürger, die so mit den Medien umgehen. Das finde ich alarmierend."

Sorge um Team und ihre Gesundheit

ZDF-Programmdirektor Dr. Norbert Himmler verurteilt den Angriff auf das ZDF-Team: "Die Pressefreiheit ist - gerade in diesen Tagen - ein hohes Gut. Unsere Sorge gilt nun jedoch zuallererst den Teammitgliedern und ihrer Gesundheit."

Der Satiriker Abdelkarim war als Reporter bei dem Dreh dabei. Er blieb unverletzt und bedankte sich am Samstag für die Anteilnahme.

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Auch Politik und Journalisten kritisierten den Angriff:

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Die "heute-show", die am Freitagabend ausgestrahlt worden war, wurde bereits am Nachmittag aufgezeichnet und konnte deshalb auf den Vorfall in Berlin nicht eingehen.

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