Zukunftsatlas: Starke Regionen vor allem in Süddeutschland

    "Zukunftsatlas 2022":Zukunftsstarke Regionen vor allem im Süden

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    Arbeitsmarkt, Demografie, Wohlstand: Wie gut sind Deutschlands Städte und Kommunen für die Zukunft gerüstet? Einer Studie zufolge schneiden vor allem Regionen im Süden gut ab.

    Passanten gehen über den Marienplatz.
    Die besten Aussichten bescheinigt der "Zukunftsatlas" dem Landkreis München, gefolgt von Erlangen und der Stadt München.
    Quelle: Peter Kneffel/dpa

    Städte und Landkreise mit den besten Zukunftschancen liegen einer Studie zufolge weiter vor allem im Süden Deutschlands. Die besten Aussichten bescheinigt das Forschungs- und Beratungsunternehmen Prognos in seinem "Zukunftsatlas 2022" dem Landkreis München, gefolgt von Erlangen und der Stadt München. Als einzige norddeutsche kreisfreie Stadt rangiert die Autostadt Wolfsburg auf Rang 5 unter den Top 10.
    Deutliche Risiken sieht die Studie für die Landkreise Mansfeld-Südharz (Rang 400) und Stendal (399) in Sachsen-Anhalt sowie den Landkreis Prignitz (398) in Brandenburg. Zu den Schlusslichtern der Auswertung für das "Handelsblatt" zählen auch die Stadt Pirmasens in der Pfalz sowie die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen und Oberhausen.
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    Fehlende Fachkräfte eine große Herausforderung

    Der Untersuchung zufolge sind Regionen mit einer Spezialisierung auf Zukunftsbranchen grundsätzlich gut gewappnet. "Diesen Typus gibt es in Ostdeutschland selten." In Westdeutschland findet sich demnach insgesamt rund ein Viertel der Regionen in dieser Gruppe, überwiegend in Süddeutschland.
    Fehlende Fachkräfte und eine schrumpfende Bevölkerung seien dagegen besonders in Ostdeutschland eine große Herausforderung. Allerdings gibt es auch dort Kommunen mit großen Zukunftschancen. So rangiert die Stadt Jena auf Rang 24.

    Corona-Krise traf "leistungsfähige Regionen" weniger stark

    Langfristige Wachstumsmuster seien auch durch die Corona-Krise nicht zerstört worden, erläutern die Experten. "Ökonomisch leistungsfähige Regionen wachsen auch nach der Krise wieder stärker." Das gelte etwa für Metropolen wie Hamburg (22), Köln (65) und München, aber auch für Erlangen, Darmstadt (7), Jena oder Münster (19). Diese Regionen würden von Krisen nur kurzfristig getroffen. "Ein Grund dafür ist, dass ihre Wirtschaft auf Wachstumsbranchen ausgerichtet ist."
    Schwierigkeiten hätten hingegen Kreise, in denen sich die Corona-Krise und strukturelle Probleme überlagern: alte Branchen, geringes Einkommen, alternde und schrumpfende Bevölkerung.
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    Metropolen leiden unter "Wachstumsschmerzen"

    Als ein Erfolgsrezept sieht die Studie auch eine Verflechtung von Großstädten und ihrem Umland. Als Beispiele nennt sie die Metropolräume Berlin, die Rhein-Schiene, Frankfurt am Main, Stuttgart, Nürnberg-Erlangen und München.
    Potenzial bescheinigt die Analyse zudem einigen Regionen im Mittelfeld wie dem Münsterland, dem Emsland, Mainfranken und der Region Donau-Iller. Diese seien auf dem Sprung zu Zukunftschancen - auch unabhängig von den Metropolen.
    "Lange galt es quasi als Naturgesetz, dass sich wirtschaftliche Aktivitäten in Deutschland zunehmend in die Metropolregionen verlagern", erläutern die Autoren. Immer mehr Bürger seien in die Städte gezogen.

    Jetzt schwächt sich der Trend ab, weil die Metropolen unter "Wachstumsschmerzen" leiden: mit Problemen wie Flächenknappheit, Wohnungsmangel, Verkehrskollaps, die zuweilen in soziale Konflikte umschlagen.

    Autoren der Studie

    Für die Studie untersucht Prognos alle drei Jahre die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit aller kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands - zurzeit sind es 400. Dabei werden 29 Indikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft, zur Arbeitsmarktlage, zur Demografie sowie zur sozialen Lage und zum Wohlstand berücksichtigt.
    Quelle: dpa

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