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Verschmutzte Ozeane : Wenn das Meer zur Totzone wird

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Riesige schwimmende Plastikmüll-Inseln, Versauerung des Wassers und giftige Abwässer sind Belastungen, die Fauna und Flora töten. Auch der Klimawandel macht Meere zur Gefahrenzone.

Der Einfluss des Menschen auf die Umwelt spiegelt sich deutlich im Zustand der Meere und Ozeane wider. Die Auswirkungen des Klimawandels und des CO2-Gehalts in der Atmosphäre führen schon seit längerem zum Anstieg des Meeresspiegels, zur Erwärmung des Oberflächenwassers und zur Versauerung des Meerwassers. Die globalen Dimensionen dieser Auswirkungen bedrohen den Lebensraum und Nahrungsquellen vieler Menschen und Tiere.

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Übermäßiger Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft, aber auch Fischzuchtbetriebe im offenen Meer haben eine zunehmende Überdüngung der Gewässer zufolge. Dies führt zum verstärkten Wachstum schädlicher Algenarten, die bei der Zersetzung durch Bakterien nach ihrem Absterben dem Wasser Sauerstoff entziehen. Ohne Sauerstoff können nur wenige Wasserorganismen überleben, die restlichen Lebewesen und Pflanzen sterben ab. Dadurch entstehen sogenannte Totzonen.

Die drei größten Totzonen befinden sich in der Ostsee (bis zu 84.000 Quadratkilometer), im Schwarzen Meer (bis zu 40.000 Quadratkilometer) sowie im Golf von Mexiko (bis zu 22.000 Quadratkilometer).
Umweltbundesamt
Algenteppich in der Nordsee, Sattelittenbild
Satellitenbild von einem Algenteppich in der Nordsee.
Quelle: NASA/Jesse Allen

Plastikmüll ist überall

Eine der größten Ansammlungen des Plastikmülls in den Weltmeeren ist der "Great Pacific Garbage Patch". Mit 1.760.000 Quadratkilometern erreicht der Müllstrudel eine Ausdehnung von beinahe der fünffachen Fläche Deutschlands und besteht zum Großteil aus Mikroplastik. Doch die an der Oberfläche sichtbare "Insel" ist nur die Spitze des Eisbergs, denn der meiste Plastikmüll sinkt zum Meeresboden und bedroht die Ökosysteme der Tiefsee. Einen Strudel, der durch die rotierende Strömung große Müllansammlungen bildet, gibt es in jedem Ozean der Welt.

Durchschnittlich 13.000 Plastikmüllpartikel treiben mittlerweile auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche.
Umweltbundesamt

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Überfischung

Zudem zerstört seit vielen Jahrzehnten die Fischerei das biologische Gleichgewicht in den Meeren und damit auch die eigene Existenzgrundlage. Neben Überfischung werden andere Meeresbewohner durch den Einsatz schwerer Schleppnetze mit Metallgewichten in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben des WWF gelten weltweit bereits 33 Prozent der kommerziellen Fischarten als überfischt und 60 Prozent als maximal genutzt. Fangquoten sollen der negativen Entwicklung entgegenwirken, doch viele Umweltorganisationen sehen die Quoten immer noch als zu hoch an.

Viele Fischarten sterben aus, weil zu große Mengen gefangen werden.
Viele Fischarten sterben aus, weil zu große Mengen gefangen werden.
Quelle: dpa

Eine Aufgabe für Generationen

Die Weltmeere leiden massiv unter dem Einfluss des Menschen und Gegenmaßnahmen sind mehr als angebracht. Doch auch wenn die negativen Einflüsse sofort beseitigt werden, wird es Experten zufolge mehrere Jahrhunderte dauern, bis sich der Zustand der Meere und Ozeane normalisiert haben wird.

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