ZDFheute

Jeder vierte Deutsche hat Migrationshintergrund

Sie sind hier:

21 Millionen in Deutschland - Jeder vierte Deutsche hat Migrationshintergrund

Datum:

Jeder vierte Einwohner Deutschlands hat einen Migrationshintergrund. Die Zahl stieg auf 21,2 Millionen Menschen - doch der Zuwachs verlangsamt sich, so das Statistische Bundesamt.

Menschen in einer Fußgängerzone in Hamburg
Menschen in einer Fußgängerzone in Hamburg
Quelle: dpa

In Deutschland hat mittlerweile mehr als jeder vierte Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Zahl stieg im vergangenen Jahr erstmals knapp über die Schwelle von 21 Millionen Menschen, das waren 26 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Der Zuwachs hat sich indes abgeschwächt, er lag gegenüber dem Vorjahr mit 2,1 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2011.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Zwei Drittel der Eingewanderten stammen aus europäischem Land

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Menschen stammen aus einem anderen europäischen Land. 22 Prozent sind aus Asien eingewandert oder sind Nachkommen von Asien-Einwanderern; hierzu zählt das Bundesamt beispielsweise auch Syrien, Afghanistan und den Irak. Knapp fünf Prozent haben den Angaben zufolge Wurzeln in Afrika, drei Prozent in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Australien. Wichtigste Herkunftsländer sind demnach nach wie vor die Türkei (13 Prozent), gefolgt von Polen (11 Prozent) und der Russischen Föderation (7 Prozent).

Freiheit, Gleichheit, Sicherheit: In Deutschland für die meisten Menschen selbstverständlich. Aber nicht für alle. Wie fühlt es sich an, hierzulande scheinbar fremd zu sein?

Beitragslänge:
43 min
Datum:

Ein Migrationshintergrund liegt nach der Definition des Bundesamts vor, wenn man selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde oder wenn dies bei mindestens einem Elternteil der Fall ist.

Die meisten Menschen mit Migrationshintergrund in Bremen

Unter den Bundesländern gibt es nach Angaben des Bundesamts weiterhin ein deutliches West-Ost-Gefälle: Bremen hatte 2019 den größten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit 36,5 Prozent, es folgten Hessen mit 34,4 und Hamburg mit 33,9 Prozent. Den niedrigsten Anteil hatten Thüringen (7,8 Prozent), Sachsen-Anhalt (8,0 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (8,1 Prozent).

Die Morde von Hanau erschüttern, sie machen Angst und sorgen für Verunsicherung. Auch in Duisburg Hochfeld, wo 80 Prozent der Menschen Migrationshintergrund haben. Dort trifft Betroffenheit auf Entschlossenheit, rechtem Terror nicht zu weichen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Etwas mehr als die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund besaß einen deutschen Pass; 46 Prozent von ihnen waren selbst zugewandert, 51 Prozent hatten die deutsche Staatsangehörigkeit seit Geburt. Nach Angaben des Bundesamts wurden bei der Erhebung wie schon im Vorjahr nur Menschen in Privathaushalten und nicht in Gemeinschaftsunterkünften erfasst.

Viele in Reinigungsberufen und Altenpflege beschäftigt

Das Bundesamt legte zudem Zahlen zu den Berufen vor, in denen besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund tätig sind: In Reinigungsberufen stellten sie 55 Prozent der Beschäftigten. In der Altenpflege hatten vergangenes Jahr 30 Prozent der Beschäftigten einen Migrationshintergrund, im Verkauf von Lebensmitteln waren es 28 Prozent.

Unterrepräsentiert war die Gruppe dagegen in medizinischen Gesundheitsberufen (21 Prozent), in der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (11 Prozent), im Polizeivollzugs- und Kriminaldienst sowie im Gerichts- und Justizvollzug (7 Prozent).

Rassismus in Deutschland -
Diskriminierung für viele bitterer Alltag
 

Ob im Job, beim Einkaufen oder im Urlaub: Die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes stellt fest, dass Rassismus und Diskriminierung für viele in Deutschland bitterer Alltag ist.

von Johanna Sagmeister
Videolänge:
2 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.