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Sprecherin des Weißen Hauses : Psaki: "Sie waren noch nie schwanger"

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Das neue Abtreibungsgesetz im US-Bundesstaat Texas kocht immer weiter hoch. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, bezieht gegenüber einem Reporter deutlich Stellung.

Jen Psaki spricht während einer Pressekonferenz im Weissen Haus in Washington, USA
Jen Psaki, Sprecherin des Weißen Hauses, kontert eine Frage zum Thema Abtreibung
Quelle: picture alliance / Consolidated News Photos / Michael Reynolds - Pool via CNP

Die Sprecherin des Weißen Hauses hat mit einem Kommentar zu einem neuen strengen Gesetz zu Schwangerschaftsabbrüchen im Bundesstaat Texas für Aufsehen gesorgt.

Ich weiß, dass Sie noch nie vor diesen Entscheidungen standen und auch noch nie schwanger waren, aber für die Frauen da draußen, die vor diesen Entscheidungen standen, ist das eine unglaublich schwierige Sache,

sagte Jen Psaki bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Ein Journalist hatte zuvor die Frage aufgeworfen, wie US-Präsident Joe Biden trotz seines Glaubens Abtreibung unterstützen könne. Psakis Antwort auf die Frage des Reporters wurde in sozialen Netzwerken zahlreich geteilt.

Abtreibungsgesetz aus Texas

Das sogenannte Herzschlag-Gesetz aus Texas verbietet Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt worden ist. Das kann schon in der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall sein. Viele Frauen wissen zu diesen Zeitpunkt noch nicht, dass sie schwanger sind. Eine Ausnahme gibt es nur für medizinische Notfälle.

Biden hatte empört darauf reagiert, dass das Gesetz am Mittwoch in Kraft getreten war und der oberste Gerichtshof der USA einen Eilantrag dagegen abgelehnt hatte. Die Entscheidung des Supreme Courts sei "ein beispielloser Angriff auf die Verfassungsrechte einer Frau", hatte er erklärt.

Bidens Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen

Der 78-jährige Biden ist bekennender Katholik. Er spricht oft über seinen Glauben und betont häufig, dass der Glaube ihm dabei geholfen habe, persönliche Tragödien durchzustehen.

US-Präsident Joe Biden während einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Haltung zu Abtreibung - US-Bischöfe wollen Biden Kommunion verweigern 

Wegen seiner Haltung zur Abtreibung könnten Bischöfe US-Präsident Biden bald die Teilnahme an der Kommunion verweigern. Biden bezeichnete das Vorhaben als "private Angelegenheit".

"Er glaubt, dass es das Recht einer Frau ist. Es ist der Körper einer Frau und es ist ihre Entscheidung", sagte die 42-jährige Psaki über die Haltung des Präsidenten zu Schwangerschaftsabbrüchen.

Longoria, Witherspoon und Pink

Mehrere US-Stars haben die massive Verschärfung des Abtreibungsgesetzes scharf kritisiert. "Wir müssen für die reproduktive Freiheit aller kämpfen", schrieb die Schauspielerin Eva Longoria Baston auf Twitter. Longoria, die besonders aus der Serie Desperate Housewives bekannt ist, bezeichnete das neue Gesetz als "extrem". Frauen sollten selbst Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihre Zukunft treffen können.

"Ich stehe an der Seite der Frauen in Texas, die das verfassungsmäßige Recht haben, Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihren eigenen Körper zu treffen", schrieb ihre Kollegin und Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon.

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Auch die Sängerin Pink warnte: "Dieses Verbot wird eine Blaupause für Verbote überall in den USA sein".

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