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Todesfall in Österreich : Bedrohte Ärztin tot aufgefunden

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Eine österreichische Ärztin ist tot in ihrer Praxis aufgefunden worden, Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen. Über Monate hinweg war sie von Corona-Leugnern bedroht worden.

Archiv: Lisa-Maria Kellermayr
Die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr ist tot aufgefunden worden.
Quelle: picture alliance / HERMANN WAKOLBINGER / APA

Seit Monaten erhielt sie immer wieder Morddrohungen aus der Corona-Kritiker-Szene. Am Freitag ist die Medizinerin Lisa-Maria Kellermayr in ihrer Praxis in Oberösterreich tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Wels bestätigte ZDFheute, dass Fremdverschulden ausgeschlossen werde. Es wurden mehrere Abschiedsbriefe gefunden.

Kellermayr hatte öffentlich die Wirkung von Corona-Impfungen betont und wurde dafür massiv bedroht. Von der Polizei fühlte sie sich allein gelassen und nicht gut genug geschützt, wie sie gegenüber ZDFheute mehrfach schilderte. Mehrere ihrer Anzeigen liefen ins Leere oder sind noch nicht abgeschlossen.

Einen Vorfall hatte Kellermayr dabei betont. Ein Polizei-Sprecher hatte sie nach einer teilweisen Blockade eines Klinikums durch Corona-Kritiker quasi öffentlich als Lügnerin dargestellt.

Die Dynamik der Impfgegner-Szene

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10 min
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Praxis geschlossen - normaler Betrieb war unmöglich geworden

Vor gut zwei Wochen hatte sie mitgeteilt, dass sie ihre Praxis dauerhaft schließt. Als Grund schrieb sie auf Twitter, dass sie ihren Mitarbeitenden keine Perspektive bieten könne, "ob oder wann es für uns möglich sein wird unter 'normalen' Umständen zu arbeiten". Zuvor hatte sie davon berichtet, dass sie für Sicherheitsmaßnahmen bereits mehr als 100.000 Euro ausgegeben habe. "Die Sicherheitskosten übersteigen den Gewinn einer Hausarztpraxis um ein Vielfaches."

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Kellermayr hatte zuletzt den Rücktritt von Österreichs Gesundheitsminister Johannes Rauch gefordert. Dieser zeigte sich auf Twitter nach ihrem Tod bestürzt und forderte: "Dieser Hass muss endlich aufhören." Auf Twitter erhielt er dafür massiv Kritik. So hatte Kellermayr vor rund einem Monat noch angedeutet, dass sich niemand aus dem Gesundheitsministerium bei ihr gemeldet habe. Ihr Fall war über Österreich hinaus bekannt.

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Laut dem österreichischen "Standard" zeigt sich die Österreichische Ärztekammer von Kellermayrs Tod "zutiefst schockiert". Schon seit Längerem sei das medizinische Personal steigender Gewalt ausgesetzt.

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von Julia Klaus
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