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Auto von AfD-Chef Chrupalla abgebrannt

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Staatsschutz ermittelt - Auto von AfD-Chef Chrupalla abgebrannt

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Sein Auto brannte aus, AfD-Chef Chrupalla erlitt Atembeschwerden: Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und der Staatsschutz wegen eines möglichen politischen Motivs.

Tino Chrupalla, Bundesvorsitzender der AfD
Tino Chrupalla, neben Jörg Meuthen der zweite Bundesvorsitzende der AfD. (Archivbild)
Quelle: imago/photothek

Das Auto des AfD-Vorsitzenden Tina Chrupalla ist in der Nacht zu Montag ausgebrannt, die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Chrupalla sagte auf Anfrage, der Wagen habe auf dem abgeschlossenen Grundstück seines Hauses gestanden. Er wohnt im nordostsächsischen Gablenz im Landkreis Görlitz.

Nach Löschversuch vorübergehend im Krankenhaus

Nach Angaben der Polizei konnte die Feuerwehr ein Ausbreiten der Flammen verhindern, das Auto aber nicht mehr retten. Die Polizei, die seinen Namen nicht nannte, berichtete weiter, der Fahrzeughalter habe nach eigenen Löschversuchen über Atembeschwerden geklagt und sei vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Informationen der "Lausitzer Rundschau" konnte er die Klinik aber bereits wieder verlassen.

Der Staatsschutz prüfe nun einen politischen Hintergrund, so die Polizei. Der AfD-Bundestagsabgeordnete war im Herbst vergangenen Jahres nach dem Rückzug von Alexander Gauland an die Doppelspitze der Bundespartei gewählt worden.

Chrupalla: "Angriff auf meine Familie"

Der "Bild"-Zeitung sagte Chrupalla: "Bei aller Schärfe in der politischen Auseinandersetzung, aber das ist ein direkter Angriff auf meine Familie. Das überschreitet alle nur denkbaren Grenzen. Diese Eskalation muss aufhören."

Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen erklärte: "Erneut zeigt sich, wohin die unverantwortliche Stimmungsmache der anderen Parteien führt." Politiker und Journalisten sollten sich in ihrer Kritik an der AfD mäßigen, "denn Extremisten verstehen diese als Aufforderungen zu schlimmsten Straftaten".

Kretschmer: Müssen Kreislauf der Gewalt durchbrechen

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer verurteilte den mutmaßlichen Brandanschlag. "Die zunehmende Verrohung macht uns Sorge. Es gibt überhaupt keine Toleranz gegenüber Gewalt gegen Sachen und Personen", sagte der CDU-Politiker. Man arbeite intensiv an der Aufklärung dieser Tat: "Wir wollen diese Täter dingfest machen und verurteilen."

"Wer zu solchen Methoden greift, spaltet die Gesellschaft, sorgt für neue Aggression. Eine Tat folgt der nächsten. Wir müssen diesen Kreislauf der Gewalt durchbrechen", betonte der Ministerpräsident. Bei Gewalt gehe es aber nicht nur um physische Gewalt, sondern auch das, was in Worten und Reden gesagt werde: "Dazu hat die AfD in den vergangenen Monaten und Jahren einen großen Beitrag geleistet." Trotzdem rechtfertige nichts diesen Angriff auf das Fahrzeug.

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