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AfD: Der "Flügel" geht, der Einfluss bleibt?

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Verfassungsschutz - AfD: Der "Flügel" geht, der Einfluss bleibt?

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Forrmal soll es den "Flügel" der AfD von heute an nicht mehr geben - der Verfassungsschutz hatte die Bewegung als rechtsextrem eingestuft. Aber ist sie nun auch ganz verschwunden?

Archiv: Björn Höcke und Jörg Meuthen am 30.11.2019 in Braunschweig
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ist überzeugt - hier mit Jörg Meuthen (Archivbild): "Der Flügel ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte".

Der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte "Flügel" der AfD hat seine für Ende April angekündigte Selbstauflösung formal vollzogen. Die Internetseite der rechtsnationalen Strömung in der Partei war am Freitag nicht mehr online.

Auch die Social-Media-Auftritte der Bewegung, die der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke vor knapp fünf Jahren ins Leben gerufen hatte, existieren nicht mehr.

Der Verfassungsschutz will den rechtsnationalen "Flügel" der AfD um Björn Höcke künftig beobachten lassen. Dieser wurde als "erwiesen rechtsextremistisch" eingestuft.

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Einfluss des "Flügels" auf die AfD wird bleiben

Neben Höcke gehörte vor allem Andreas Kalbitz, AfD-Vorsitzender Brandenburg und Bundesvorstandsmitglied, zum Führungspersonal des "Flügels".

Nach Einschätzung des brandenburgischen Verfassungsschutzchefs Jörg Müller übt der informelle Zusammenschluss aber weiterhin wachsenden Einfluss auf die Gesamtpartei aus. Müller sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag):

Für uns ist die Ankündigung von Björn Höcke und Andreas Kalbitz eine Scheinauflösung.

Verfassungsschutz will "Teilbereich der AfD" weiter beobachten

Diese Führungsfiguren des "Flügels" übten weiter erheblichen Einfluss auf den Kurs der AfD aus. "Insbesondere in Brandenburg ist die AfD durch und durch verflügelt", sagte Müller.
Brandenburgs Verfassungsschutzchef geht davon aus, dass sich die Anhänger des "Flügels" weiterhin treffen und vernetzen werden. "In diesem Fall wird der Verfassungsschutz diesen rechtsextremistischen Teilbereich der AfD weiter beobachten."

Bundesvorstand forderte Auflösung des "Flügels"

Der AfD-Bundesvorstand hatte verlangt, dass sich die in der AfD einflussreiche Gruppierung bis zum 30. April auflöst. Daraufhin hatten Höcke und Kalbitz die Anhänger des "Flügels" aufgerufen, die Aktivitäten des Netzwerks einzustellen.

Höcke ließ in einem Video die Geschichte des "Flügels" Revue passieren und sagte: "Der Flügel ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte und eine Erfolgsgeschichte, die zwar jetzt formal abgeschlossen wird, die aber in gewisser Weise weitergeschrieben wird, weil der Geist des Flügels natürlich in der Partei bleiben wird."

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