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Weidel und Chrupalla als Spitze : AfD-Basis will keine Mäßigung

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Die AfD-Mitglieder haben sich klar für Alice Weidel und Tino Chrupalla als Spitzenduo für die Bundestagswahl entschieden - es ist auch das Wunschduo der extrem rechten Strömung.

Die AfD zieht mit einem eindeutigen Ergebnis für ein Spitzenduo aus Alice Weidel und Tino Chrupalla in den Bundestagswahlkampf. Die Fraktionschefin Weidel und der Parteivorsitzende Chrupalla vereinten 71,03 Prozent der Stimmen auf sich. Ihre Rivalen, die Bundestagsabgeordnete Joana Cotar und der frühere Generalleutnant Joachim Wundrak, erhielten nur 27,04 Prozent der Stimmen.

Der deutliche Sieg für Weidel und Chrupalla ist ein Rückschlag für Parteichef Jörg Meuthen. Er hatte offensiv für Cotar und Wundrak geworben. Insbesondere Wundrak galt als zu unbekannt, er hatte zu wenig Zeit, um den Bekanntheitsrückstand aufzuholen.

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Cotar hatte in einem digitalen Vorstellungsformat gesagt:

Ich glaube, wir müssen als AfD anders auftreten. Ich glaube, wir müssen einen lösungsorientierten, einen freundlichen Wahlkampf hinlegen.
Joana Cotar, Unterlegene im Kampf um Spitzenkandidatur

Cotars Forderung nach einem nach außen hin freundlicheren, gemäßigteren Auftritt wurde somit von der Basis mehrheitlich nicht angenommen.

Meuthen-Lager im Bundestagswahlkampf an die Seite gedrängt

Das Duo aus Weidel und Chrupalla fuhr eine "Sie kennen mich/uns"-Kampagne, wollte keine direkten Duelle mit dem anderen Duo, um diese nicht aufzuwerten. Das ging am Ende auf. Chrupalla hatte zudem im parteiinternen Wahlkampf Signale in Richtung des extrem rechten Parteiflügels gesendet und sich gegen Partei-Ausschlüsse ausgesprochen. Zu den verschiedenen Strömungen sagte Chrupalla:

Ich sehe ja - auf dem Bundesparteitag, aber auch in der Fraktion - haben wir inhaltlich kaum Differenzen, was Themen und auch Positionen angeht. (...) Also wo sind denn unsere Unterschiede?
Tino Chrupalla bei einem digitalen Vorstellungsformat

Das Lager um Meuthen, das sich als "gemäßigter" versteht, ist damit im Bundestagswahlkampf an die Seite gedrängt. Mit Weidel und Chrupalla sind zwei Vertreter der Partei die führenden Figuren, die vom extrem rechten Parteiflügel gewollt und unterstützt werden.

48 Prozent Beteiligung - wenig für angebliche "Basispartei"

Aufgerufen waren rund 32.000 AfD-Mitglieder, doch nur 48,14 Prozent haben bei der Online-Abstimmung teilgenommen. Das zeigt: Nicht einmal die Hälfte der angeblichen Basispartei, als die sich die AfD stets rühmt, beteiligte sich an dieser wichtigen Frage.

Archiv: Alice Weidel und Tino Chrupalla am 05.05.2021 in Berlin

Kampf um Spitzenkandidatur - Die General-Probe bei der AfD 

Zwei Duos treten in einer parteiinternen Vorwahl gegeneinander an. Es geht um die Gesichter des Wahlkampfs und um eine Richtungsentscheidung im AfD-Lager-Kampf.

von David Gebhard
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