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Tote bei Explosion in Kabul - USA verurteilen Anschlag

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Ein Anschlag nahe einer Schule in der afghanischen Hauptstadt Kabul sorgt für Entsetzen. Die USA verurteilen den Angriff und fordern ein Ende der Gewalt.

Ein verletzter Schüler wird in Kabul behandelt.
Ein verletzter Schüler wird in Kabul behandelt.
Quelle: Rahmat Gul/AP/dpa

Nach einer Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 33 Menschen getötet und über 50 verletzt worden. Einige Medien sprechen von über 100 Verletzten. Das US-Außenministerium hat ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert.

Die Vereinigten Staaten verurteilten den "barbarischen Angriff", hieß es in einer Mitteilung. "Wir fordern ein sofortiges Ende der Gewalt und der sinnlosen Angriffe auf unschuldige Zivilisten." Washington betonte, man werde Afghanistan weiter unterstützen damit die Errungenschaften der letzten zwei Jahrzehnte nicht zunichte gemacht werden. Auf Twitter hieß es:

Dieser unverzeihliche Angriff auf Kinder mit vielen Ermordeten, ist ein Angriff auf die Zukunft Afghanistans, der nicht hingenommen werden kann,
Ross Wilson, Diplomatischer Vertreter USA in Afghanistan,

Der Anschlag soll mit einer Autobombe und Granatwerfern vor dem Eingang einer Schule verübt worden sein. Ein Regierungsmitarbeiter sagte Reuters am Samstag, bei den meisten Opfern handele es sich um Schüler, viele davon schwer verwundet. Ein Augenzeuge sagte, es seien zum Großteil junge Mädchen.

Außenminister Maas ist zu den Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan gereist - zwei Tage vor dem offiziellen Beginn des NATO-Truppenabzugs. In Kabul traf er zunächst Präsident Ghani.

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Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Präsident Aschraf Ghani machte die radikalislamischen Taliban für den Anschlag verantwortlich. Der Sprecher der Gruppierung, Sabihulla Mudschahid, wies dies zurück und verurteilte den Angriff auf die Schule.

In Afghanistan reißt die Gewalt seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen nicht ab. Die Taliban gehen massiv gegen das Militär und die Regierung in Kabul vor. Infolge des am 1. Mai begonnenen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan befürchteten Beobachter eine Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Land.

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von Katrin Eigendorf
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