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Einsatz in Afghanistan : Australien verkündet Truppenabzug

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Ende des Einsatzes: Nach Deutschland hat auch Australien den vollständigen Abzug seiner Soldaten aus Afghanistan verkündet. Die USA wollen ihren Abzug bis Ende August abschließen.

Australiens Verteidigungsminister Peter Dutton. Archivbild
Australiens Verteidigungsminister Peter Dutton hat den Abzug der australischen Truppen aus Afghanistan verkündet. (Archivbild)
Quelle: Lukas Coch/AAP/dpa/Archivbild

Nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan hat auch Australien den vollständigen Abzug seiner Soldaten verkündet. Die letzten 80 australischen Kräfte am Hindukusch hätten das Land in den vergangenen Wochen verlassen, sagte der australische Verteidigungsminister Peter Dutton dem Sender Sky News.

Dies bedeute aber nicht, dass Australien seine Einsätze an der Seite der USA beende, wo dies "in unserem nationalen Interesse oder im Interesse unserer Verbündeten" sei. Die USA wollen ihren Abzug bis Ende August abschließen.

20 Jahre gegen Taliban gekämpft

Australien hatte in den vergangenen 20 Jahren im Rahmen der Nato- und US-geführten Einsätze gegen die radikalislamischen Taliban und andere extremistische Gruppen 39.000 Soldaten nach Afghanistan geschickt. Die Einsätze hatten Australien Milliardensummen gekostet, außerdem wurden 41 australische Soldaten getötet.

2013 hatte Australien seine Kampftruppen aus Afghanistan abgezogen und seitdem dort nur noch ein kleines Truppenkontingent unterhalten. Dennoch führte der Einsatz daheim weiter zu Diskussionen.

Veteranenverbände verlangten von der Regierung, eine formelle Untersuchung der hohen Zahl von Suiziden bei Afghanistan-Veteranen einzuleiten. Außerdem gehen Armee und Polizei Vorwürfen nach, dass australische Elite-Luftwaffensoldaten in Afghanistan Kriegsverbrechen begangen haben.

Diskussion um Würdigung des Bundeswehreinsatzes

Die letzten in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten waren Ende Juni nach Deutschland zurückgekehrt. Der Haupttruppensteller USA will seinen Abzug bis Ende August abschließen und damit den Einsatz beenden, der nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begonnen hatte.

Unterdessen gibt es in Deutschland Diskussionen nach der Rückkehr der Soldaten. Zum einen gibt er Forderungen nach mehr Hilfe für afghanisten Ortskräften, zum anderen einer größeren Würdigung des Einsatzes der Soldaten in Afghanistan. Der Bund Deutscher Einsatzveteranen fordert eine Ehrung vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Der bislang für den Abschlussappell vorgesehene Bendlerblock am Verteidigungsministerium fasse zu wenige Besucher, sagte Verbandsvorsitzender Bernhard Drescher. Die Bundeswehr war seit 2001 bis Ende Juni 2021 in Afghanistan im Einsatz.

Trümmer nach einem Autobombenanschlag in Afghanistan.

Nachrichten | Thema - Afghanistan 

Die USA und ihre Verbündeten haben nach 20 Jahren Krieg ihr Militär aus Afghanistan abgezogen. Die radikal-islamischen Taliban haben das Land zurückerobert. ...

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