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US-Bürger in Afghanistan - Biden: "Wir werden sie nach Hause bringen"

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US-Präsident Joe Biden hat versprochen, alle US-Bürger aus Afghanistan in Sicherheit zu bringen. Eine ähnliche Zusage hat er auch den Ortskräften gemacht.

US-Präsident Joe Biden
US-Präsident Joe Biden
Quelle: AP

US-Präsident Joe Biden hat angesichts des andauernden Chaos auf dem Kabuler Flughafen allen Amerikanern, die noch in Afghanistan sind, versprochen: "Wir bringen euch heim."

Biden: Haben Vereinbarung mit Taliban

US-Amerikaner werden Biden zufolge an den Checkpoints zum Flughafen in der Regel nicht aufgehalten.

Soweit wir wissen, werden an den Kontrollpunkten der Taliban Personen mit amerikanischen Pässen durchgelassen.

Man habe eine entsprechende Vereinbarung mit den Taliban und stünde mit ihnen regelmäßig in Kontakt. Eine andere Frage sei, was passiere, wenn US-Amerikaner in das Gedränge rund um den Flughafen gerieten. "Wir prüfen jede Möglichkeit und jedes Mittel, um die Leute zum Flughafen zu bringen", so Biden weiter.

US Präsident Joe Biden hat in seiner Rede heute, so ZDF-Korrespondent Elmar Thevessen, ein wichtiges Signal nach Afghanistan gesendet: Die USA verlieren das Interesse an der Partnerschaft. Der Grund? Das strategische Ziel der USA sei erreicht.

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Afghanische Ortskräfte "ebenso wichtig" wie US-Bürger

Biden sprach außerdem von einer "Hetzjagd" auf den Flughafen - von Menschen, die den USA nicht geholfen hätten und auf keiner Prioritätenliste stünden. "Viele Afghanen denken, dass sie lieber nach Amerika kommen, als unter der Herrschaft der Taliban zu bleiben - unabhängig davon, ob sie in der Vergangenheit etwas mit den Vereinigten Staaten zu tun hatten", sagte Biden.

Auf die Frage eines Journalisten, ob eine solche Zusage auch für afghanische Ortskräfte wie Übersetzer gelte, sagte Biden: "Ja, wir gehen die gleiche Verpflichtung ein." Es gebe "nichts Wichtigeres", als US-Bürger außer Landes zu bringen. Afghanische Ortskräfte seien aber "ebenso wichtig", sagte Biden - fügte dann allerdings ein "fast" hinzu.

Tausende drängen immer noch zum Flughafen von Kabul, hoffen doch noch in einem Flugzeug aufgenommen zu werden.

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Biden: "Herzzerreißende" Tage

Zu den chaotischen Szenen bei der vom US-Militär auf dem Kabuler Flughafen geleiteten Luftbrücke sagte er: 

Ich denke nicht, dass irgendjemand von uns diese Bilder sehen kann und nicht Schmerz auf einem menschlichen Level empfindet.
Joe Biden, US-Präsident

Die Tage seit der raschen Machtübernahme der Taliban bezeichnete er als "herzzerreißend". Er betonte: "Ich bin jetzt darauf fokussiert, diesen Job zu erledigen."

Chaos, Verzweiflung und Gewalt: Vanessa Faizi schaffte es, aus Kabul auszureisen. In ZDFheute live teilt sie ihre Erfahrungen.

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Der Präsident kündigte eine Fortsetzung der US-Evakuierungsflüge an, nachdem diese vorübergehend gestoppt gewesen seien. Tausende wurden zu einem US-Luftwaffenstützpunkt in Katar geflogen, der als Transitpunkt vorgesehen ist. Bei der weiteren Abfertigung dort bildete sich ein Rückstau, in Kabul wurden daraufhin weitere Flüge ausgesetzt, verlautete aus US-Kreisen. Der zuständige Kommandeur habe aber bereits angewiesen, die Flüge nun wieder fortzusetzen. 

"Eine der größten, schwierigsten Luftbrücken"

Biden bezeichnete die Evakuierungsaktion für westliche Bürger und Ortskräfte aus der afghanischen Hauptstadt Kabul als "eine der größten, schwierigsten Luftbrücken der Geschichte". "Diese Mission ist gefährlich", sagte Biden. "Ich kann nicht versprechen, was das abschließende Ergebnis sein wird." Er werde aber "alle notwendigen Ressourcen" für den Einsatz mobilisieren.

Afghanistan - USA und Deutschland beschleunigen Evakuierung 

Mehr koordinierende US-Beamte und zusätzliche Bundeswehr-Hubschrauber sollen die Evakuierungen aus Afghanistan vorantreiben. Derweil wurden zwei Deutsche verletzt.

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Biden erklärte, seit dem Start der Mission vor etwa einer Woche seien rund 13.000 Menschen evakuiert worden. Nach Angaben des Weißen Hauses waren es allein in den vergangenen 24 Stunden mit 16 Militärtransportern 5.700 Menschen. In den beiden Tagen zuvor seien es jeweils etwa 2.000 gewesen. Doch warteten elf Tage vor dem von Biden angekündigten Abzug der letzten US-Soldaten aus Afghanistan immer noch Zehntausende auf eine Evakuierung.

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