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Rettung vor den Taliban - Bundeswehr-Maschinen nach Kabul gestartet

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Mehrere Bundeswehr-Transportflieger sind auf dem Weg nach Kabul, um "die zu Schützenden in Sicherheit zu bringen", so das Auswärtige Amt. Soldaten und Sanitäter sind im Einsatz.

Nach der Eroberung Kabuls durch die Taliban versuchen Nato-Staaten, ihre Staatsbürger auszufliegen. Allerdings verhindert die Lage am Flughafen einige Evakuierungsflüge.

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Die Bundeswehr ist mit den ersten drei Transportflugzeugen nach Afghanistan aufgebrochen. Die Airbusse A400M sollen deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte in Sicherheit bringen. Es ist die bislang wohl größte Mission dieser Art der Bundeswehr - und eine besonders brisante.

Krisenunterstützungsteam soll Deutsche in Sicherheit bringen

Der erste Evakuierungsflug wurde mit einer US-Maschine absolviert. Fortgesetzt werden soll die Aktion mit den Bundeswehrmaschinen vom Typ A400M.

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Die Maschinen, die Platz für 114 Passagiere bieten und über besonderen Schutz gegen Angriffe beispielsweise mit Raketen verfügen, fliegen die Betroffenen zunächst nach Taschkent im Nachbarland Usbekistan aus. Von dort geht es mit zivilen Maschinen weiter nach Deutschland.

Wir sind auf alle Szenarien eingerichtet.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin

Schätzungsweise mehr als 100 Deutsche in Kabul

Die Gesamtzahl deutscher Staatsbürger, die bis Sonntag noch in Kabul waren, wurde auf mehr als 100 geschätzt. Um wie viele Ortskräfte es geht, war bis zuletzt unklar. Es ist auf jeden Fall eine Zahl im vierstelligen Bereich. Alleine in der staatlichen Entwicklungshilfe waren zuletzt noch 1.100 Afghanen in deutschem Auftrag tätig. Hinzu kommen Tausende ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr oder der Bundesministerien.

Am Sonntag haben die Taliban die afghanische Hauptstadt Kabul eingenommen. Bundeswehr-Maschinen sind inzwischen auf dem Weg, um deutsche Staatsbürger und afghanische Helfer aus dem Land zu holen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im CDU-Bundesvorstand nach Angaben von Teilnehmern von rund 10.000 Personen gesprochen, die Deutschland aus Afghanistan evakuieren wolle. Die Bundesregierung habe vor Monaten bereits 2.500 Ortskräfte identifiziert, bei 600 wisse man derzeit nicht, ob sie bereits in Drittstaaten seien, habe Merkel gesagt.

Weitere 2.000 Menschen wie Menschenrechtler und Anwälte sollten auch ausreisen. Insgesamt handele es sich inklusive der Familien um rund 10.000 Menschen. "Wir evakuieren nun in Zusammenarbeit mit den USA die Menschen. Ohne die Hilfe der Amerikaner könnten wir so einen Einsatz nicht machen", sagte die Kanzlerin.

Die Taliban sind zurück, der Westen flüchtet Hals über Kopf. Hat Außenminister Maas zu spät reagiert? Nein, so Experte Kaim. Diese Entwicklung war "so nicht vorhersehbar".

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Das Auswärtige Amt gibt keine Prognose ab zu der Frage, wie lange Evakuierungen aus Kabul noch möglich seien. Die Lage sei sehr unübersichtlich, sagt ein Ministeriumssprecher in Berlin. Derzeit gebe es am Flughafen in der afghanischen Hauptstadt wegen der chaotischen Zustände keine Flugbewegungen. Auch der Zugang zum Flughafen sei unübersichtlich.

Erste Botschaftsangehörige bereits ausgeflogen

Die ersten Angehörigen der deutschen Botschaft in Kabul waren bereits aus Kabul ausgeflogen. In der Nacht zu Montag landeten 40 Mitarbeiter der deutschen Botschaft mit einem US-Flugzeug in Doha im Golfemirat Katar, wie das Bundesaußenministerium bestätigte. An Bord der Maschine waren auch vier Angehörige der Schweizer Vertretung in Afghanistan.

Neben dem Personal der deutschen Botschaft sollen auch afghanische Ortskräfte, die früher für die Bundeswehr oder Bundesministerien gearbeitet haben oder jetzt noch arbeiten, nach Deutschland gebracht werden. Abgesichert werde die Aktion von der Division Schnelle Kräfte, einer Spezialeinheit der Bundeswehr.

"Operatives Kernteam" soll in Kabul bleiben

Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte bereits am Sonntag, dass die Sicherheit der deutschen Staatsangehörigen und der afghanischen Mitarbeiter der vergangenen Jahre "oberste Priorität" habe. Nach seinen Angaben wird ein "operatives Kernteam" der Botschaft in Kabul am militärisch gesicherten Teil des Flughafens bleiben, um die Arbeitsfähigkeit der Botschaft zu erhalten und um die weiteren Evakuierungsmaßnahmen mit begleiten zu können. Das eigentliche Botschaftsgebäude wurde geschlossen.

Die USA und seine Verbündete verlassen nach 20 Jahren Afghanistan. Es wirkt wie eine Flucht. Auch auf dem Flughafen: chaotische Szenen. Menschen nutzen die womöglich letzte Chance, das Land zu verlassen. In Kabul könnte die Flagge der Taliban bald wehen.

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Angesichts des rasanten Vormarsches der Taliban ist das Personal der Botschaft aus Sicherheitsgründen bereits zum Flughafen gebracht worden, der von US-Streitkräften abgesichert wird. Für viele Ortskräfte sind die Wege ins rettende Kabul bereits versperrt, nachdem die Taliban ihren Eroberungsfeldzug im Eiltempo und oft auch gegen kampflos kapitulierende Regierungskräfte fortsetzen.

Hilfsorganisation löste Schutzunterkünfte für Ortskräfte auf

Eine von Bundeswehrsoldaten gegründete Hilfsorganisation löst nach eigenen Angaben ihre Unterkünfte für afghanische Helfer in Kabul auf, damit die Häuser nicht zu Todesfallen werden.

"Safehouses gerade aufgelöst, Taliban gehen von Tür zu Tür, wenn Rettung noch kommt, wird sie zu spät sein", sagt der Vorsitzende des Patenschaftsnetzwerkes Afghanische Ortskräfte, Marcus Grotian. "It’s over."

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