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Evakuierungen aus Afghanistan - 125 Passagiere in zweitem Rettungsflug

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Seit der Nacht werden Menschen aus Kabul ausgeflogen. In einem ersten Flug konnten nur sieben Menschen gerettet werden, in einem zweiten 125. Weitere Flüge sind geplant.

Inzwischen konnte eine zweite Bundeswehrmaschine 125 deutsche Staatsangehörige und afghanische Ortskräfte evakuieren und aus Kabul ausfliegen. Zwei weitere Flüge sollen laut Außenminister Maas folgen. Die Lage in Afghanistan bleibt weiter angespannt.

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Unter schwierigen Bedingungen läuft der Evakuierungseinsatz in Afghanistan. Am Mittag ist ein zweiter Flug mit mehr als 120 Menschen an Bord vom Flughafen Kabul abgehoben und inzwischen offenbar in Taschkent im Nachbarland Usbekistan gelandet.

Wie Bundesaußenminister Heiko Maas über den Kurznachrichtendienst Twitter bekanntgab, handelte es sich dabei um Deutsche, Afghanen und Angehörige anderer Nationen.

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"Die Luftbrücke ist angelaufen und wird intensiv fortgesetzt, sofern die Sicherheitslage dies irgendwie zulässt", erklärte er. Laut Verteidigungsministerium sind auch afghanische Ortskräfte unter den 125 Passagieren.

Ein zweites Flugzeug der Bundeswehr hat 125 Menschen ausgeflogen, erklärt Bundesaußenminister Maas in Berlin. Weitere Flüge sollen folgen.

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Maas erklärte in Berlin, man arbeite mit Hochdruck daran, weitere Menschen aus Kabul zu bringen. Die Beteiligten leisteten unter schwierigsten Bedingungen großartige Arbeit mit großem Pragmatismus, betonte Mass.

Weitere Flüge seien von Taschkent aus geplant mit dem Ziel alle deutschen Staatsbürger und die Ortskräfte der Bundeswehr in Sicherheit zu bringen, "soweit das die Lage zulässt". Derzeit hielten sich 100 weitere Deutsche im militärisch gesicherten Teil des Flughafens auf.

Die Lage am Flughafen hat sich, Gott sei Dank, stabilisiert.
Heiko Mass, Außenminister

Maas: "Evakuierungsaktion voll angelaufen"

Am Flughafen Kabul sichere die Bundeswehr nun den Zugang, so der Bundesaußenminister. "Unsere Evakuierungsaktion mit Unterstützung der Bundeswehr ist jetzt voll angelaufen". Am Dienstag seien zwei weitere Evakuierungsflüge geplant.

Die Menschen seien teils mit US-amerikanischen Hubschraubern zum Flughafen gebracht worden. Die Taliban kontrollierten die Zugänge und ließen Ausländer vergleichsweise einfach durch. Das Auswärtige Amt habe daher die Deutschen aufgefordert, sich zum Flughafen zu begeben.

Angesichts der dramatischen Entwicklung in Afghanistan hagelt es Kritik am Vorgehen der Bundesregierung bei der Evakuierung von Ortskräften. Bundespräsident Steinmeier nennt es "Eine menschliche Tragödie, für die wir Mitverantwortung tragen".

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Gespräche mit Taliban über Ausreise

Afghaninnen und Afghanen haben es allerdings deutlich schwerer, an den Flughafen zu gelangen. Heiko Maas sagte, dass sie an Taliban-Kontrollposten zurückgewiesen würden. Die Bundesregierung will sich nun in Gesprächen mit Taliban-Vertretern um Ausreisemöglichkeiten für einheimische Ortskräfte bemühen.

Die Taliban legen die Regeln des Islam besonders streng aus. Dabei geht es ihnen um eine religiös motivierte Form des politischen Extremismus.

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Maas teilte mit, dass der deutsche Botschafter in Kabul, Markus Potzel, nach Doha gereist sei, wo US-Vertreter mit Taliban-Repräsentanten im Gespräch sind. Der Diplomat wolle in seinen Gesprächen in Doha darauf hinwirken, "dass auch Ortskräfte sich an den Flughafen begeben können und auch ausgeflogen werden können", sagte Maas.

Erster Flug brachte nur sieben Menschen außer Landes

In der Nacht war ein erster Rettungsflug gestartet, mit nur sieben Menschen. Die Bundesregierung rechtfertige die geringe Zahl an Geretteten mit der Lage in Kabul: "Aufgrund der chaotischen Umstände am Flughafen und regelmäßiger Schusswechsel am Zugangspunkt war gestern Nacht nicht gewährleistet, dass weitere deutsche Staatsangehörige und andere zu evakuierende Personen ohne Schutz der Bundeswehr überhaupt Zugang zum Flughafen erhalten würden", erklärte das Auswärtige Amt. 

Bundeswehr beginnt mit der Evakuierung deutscher Staatsbürger und afghanischer Ortskräfte aus Kabul

Evakuierung in Afghanistan - Warum nur sieben Menschen ausgeflogen wurden 

Der erste Rettungsflug der Bundeswehr ist aus Kabul mit nur sieben Personen an Board gestartet.

von Dominik Rzepka

AKK: "Komplexer und gefährlicher Einsatz"

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei dem gemeinsamen Presseauftritt mit Maas, die Luftbrücke solle "so lange wie möglich" aufrecht erhalten werden.

So lange es möglich ist, fliegen wir Menschen aus Kabul heraus.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Dies gelte für deutsche Staatsbürger, einheimische Ortskräfte, besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen sowie für Menschen aus anderen Ländern.

Die Ministerin fügte hinzu: "Ich will noch einmal erwähnen, das ist ein komplexer Einsatz, und es ist ein gefährlicher Einsatz, und deswegen sind unsere Gedanken im Moment bei denen, die vor Ort in Kabul sind."

Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Kabul ist angelaufen. ZDFheute live zeigt das Statement von Außenminister Maas live und spricht mit Ortskräften, die auf Rettung warten.

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Luftbrücke zwischen Kabul und Taschkent geplant

Die Luftwaffe will eine Luftbrücke zwischen Kabul und Taschkent einrichten. Deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte sollen zunächst in die usbekische Hauptstadt ausgeflogen und von dort mit Charterflugzeugen nach Deutschland gebracht werden.

Die in Kabul abgesetzten Fallschirmjäger der Division Schnelle Kräfte sollen nun US-Soldaten dabei unterstützen, auf dem Flughafen wieder Ordnung herzustellen und einen sicheren Ablauf der Evakuierung zu ermöglichen.

Am Flughafen in Kabul spielen sich dramatische Szenen ab. Westliche Staaten versuchen, ihre Staatsbürger sowie ehemalige Ortskräfte aus Kabul auszufliegen.

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Der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr - ein Überblick:

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