Sie sind hier:

Afghanische Bundeswehr-Helfer - Pistorius fordert Unterstützung

Datum:

Niedersachsens Innenminister Pistorius fordert, Ex-Helfer in Afghanistan zu unterstützen. Es müsse alles getan werden, damit sie "das Land verlassen können", sagte er dem ZDF.

Ein Mann sitzt mit einem Kind auf dem Schoß auf dem Boden einer Wohnung in Afghanistan.
In etwa einem Monat soll die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen werden, zurück bleiben einheimische Helfer. Die Ortskräfte müssen Racheakte der Taliban fürchten.
Quelle: ZDF

Angesichts der vorrückenden radikalislamischen Taliban in Afghanistan fordert Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius die Bundesregierung auf, den ehemaligen afghanischen Ortskräften der Bundeswehr schnell und unbürokratisch zu helfen. "Es muss alles dafür getan werden, dass diese Menschen das Land verlassen können", sagte er dem ZDF. Laut Pistorius sollten auch die Flugkosten übernommen werden.

Viele Einheimische, die im Dienst der internationalen Militär- und Polizeimission in Afghanistan standen, befürchten bei einer neuerlichen Machtübernahme durch die Taliban Racheakte.

Ministerium: Reisedokumente für 446 Ortskräfte

Im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Abzug der Bundeswehr sind bisher "einige Hundert" Ortskräfte nach Deutschland gekommen. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin.

Seit 20 Jahren wütet Krieg in Afghanistan und hat Hunderttausende Menschen das Leben gekostet. Nun haben die USA den Truppenabzug beschlossen. Doch in Afghanistan herrscht Chaos.

Beitragslänge:
87 min
Datum:

"Wir werden denen helfen - und helfen ihnen schon - die uns geholfen haben (...) und wir kennen die Verantwortung, die wir für diese Menschen haben", fügte Regierungssprecher Steffen Seibert hinzu. Zu den Einzelheiten der Hilfe könne man nicht alles öffentlich machen, "aber es ist sicherlich sehr vieles im Gange".

Seibert: Reisedokumente für 2.250 Personen

Für 446 Ortskräfte wie etwa Übersetzer und ihre Familien - insgesamt 2.250 Personen - wurden Reisedokumente ausgegeben, hatte das Verteidigungsministerium bereits am Montag mitgeteilt. "Da, wo es einen konkreten und dringenden Ausreisewunsch gibt, wird die Bundesregierung sich bemühen, den auch möglich zu machen", sagte Seibert, etwa wenn Menschen akut gefährdet seien.

Afghanistan, Herat: Soldaten der Afghan National Army (ANA) halten Wache.

Eine Woche nach dem Abzug - Kaum ist die Bundeswehr weg, kommen Taliban 

Eine Woche nach Abzug der Bundeswehr steht Masar-i-Scharif kurz vor der Eroberung durch die Taliban. Die afghanische Armee droht überrannt zu werden.

von Katrin Eigendorf
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.