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Entwicklungsminister Müller : Afghanische Ortskräfte in großer Gefahr

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Entwicklungsminister Müller warnt vor großen Gefahren für afghanische Ortskräfte. Entgegen den Zusicherungen der Taliban werde bereits jetzt "verfolgt und gemordet".

Entwicklungsminister Gerd Müller während einer Rede im Bundestag.
Entwicklungsminister Gerd Müller
Quelle: dpa

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sieht die afghanischen Mitarbeiter von Entwicklungsorganisationen nach der Machtübernahme der Taliban in großer Gefahr. "Ich traue den Zusicherungen der Taliban nicht, es wird bereits jetzt verfolgt und gemordet", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Er habe große Sorge um die afghanischen Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und anderer Nichtregierungsorganisationen. "Unsere afghanischen Mitarbeiter brauchen deshalb unsere Unterstützung, und wir arbeiten auf vielen Ebenen und auch an weiteren Möglichkeiten, das Land verlassen zu können jenseits der Luftevakuierung", sagte Müller.

Müller: Evakuierungen ausweiten

Der Minister drang auf eine Verlängerung der Evakuierungsmaßnahmen. Er unterstütze den britischen Vorstoß, "zusammen mit den Amerikanern alles zu tun, um eine Verlängerung zu erreichen und dennoch dürfen wir diejenigen, die derzeit keine Chance haben, evakuiert zu werden, nicht alleine zurücklassen", sagte er.

Der CSU-Minister reagierte mit Verständnis auf den Vorwurf an die Bundesregierung, die Ausreise afghanischer Ortskräfte verzögert oder blockiert zu haben. "Ich nehme die Kritik sehr ernst. Die Lage vor Ort ist aber kompliziert und ändert sich stündlich." Sein Ministerium treffe die Entscheidungen in enger Abstimmung mit den deutschen Organisationen und den derzeit noch vor Ort tätigen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Entwicklungsorganisationen.

Müller: Wenige Ortskräfte ausgeflogen

"Einige Organisationen haben trotz der dramatischen Lage erklärt, weiter vor Ort zu bleiben und ihre Arbeit soweit wie möglich fortzuführen", sagte Müller. Dabei habe die Sicherheit für afghanische Mitarbeiter absolute Priorität. "Parallel haben alle gefährdeten afghanischen Ortskräfte das Angebot auf Evakuierung erhalten." Bisher hätten aber leider nur sehr wenige ausgeflogen werden können.

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