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Gefährlicher Einsatz in Kabul : Bundeswehr startet Hubschrauber-Mission

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In der Nacht hat die Bundeswehr weitere Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Mit Hubschraubern will sie nun zudem Menschen retten, die nicht zum Kabuler Flughafen durchkommen.

Die Bundeswehr steht in Afghanistan vor einer weiteren gefährlichen Mission. In der Hauptstadt Kabul sind zwei Hubschrauber vom Typ Airbus H-145M angekommen. Mit ihnen will die Bundeswehr gefährdete Menschen in Sicherheit bringen, die es nicht aus eigener Kraft zum Flughafen schaffen.

Den Hubschraubern sind insgesamt 13 Spezialkräfte zugeordnet und wurden von den USA angefordert. Die US-Truppen fliegen hauptsächlich mit großvolumigen Hubschraubern. Im städtischen Umfeld benötigten sie eine kleinere Maschine, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn. "Die haben wir."

US-Hubschrauber begleiten Bundeswehr

Im Einsatz sollen die Bundeswehrmaschinen immer von Hubschraubern der USA begleitet werden. Im Hintergrund gebe es zudem von US-Seite eine "luftbewegliche Eingreifreserve".

Das ist eine wirkliche Luftoperation. Das ist kein 'Taxi-Service'.
Generalinspekteur Eberhard Zorn

Zuerst hatte der "Spiegel" über den geplanten Einsatz berichtet. Die Helikopter des Kommandos Spezialkräfte (KSK) seien eigentlich auf die Befreiung von Geiseln ausgerichtet und sehr beweglich. Sie könnten selbst in eng bebauten Städten landen. Bisher ist die Bundeswehr nur innerhalb des Flughafens Kabul im Einsatz, der von US-Truppen abgesichert wird.

Chaos in Kabul - Lage rund um Flughafen extrem gefährlich

Rund um den Flughafen herrschen chaotische Zustände. Seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban hoffen Tausende Afghanen und ausländische Staatsbürger auf eine Gelegenheit, sich mit westlichen Flügen in Sicherheit zu bringen.

Die Lage ist extrem gefährlich. Auch einheimische Helfer deutscher Organisationen berichten von verstopften und teils unpassierbaren Straßen, an denen die Taliban Checkpoints errichtet haben.

Zwei Deutsche verletzt - ein Verletzter nach Usbekistan ausgeflogen

Auf dem Weg zum Flughafen erlitt derweil ein deutscher Zivilist eine Schussverletzung. Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin: "Er wird medizinisch versorgt, es besteht aber keine Lebensgefahr."

In der Nähe des Flughafens wurde ein weiterer Deutscher leicht verletzt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Abend aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. Ob es sich um eine Schussverletzung handelt, blieb zunächst unklar.

Einer der beiden Verletzten wurde bereits ins usbekische Taschkent ausgeflogen. Der andere ist transportfähig, hielt sich am Freitagabend aber weiterhin in Kabul auf. Der Eingang zum Flughafen war am Freitag zeitweise geschlossen. Das führte dazu, dass die Bundeswehr am Nachmittag auf einem Flug nur 78 Menschen mitnehmen konnte, obwohl in die A400M mehr als doppelt so viele Passagiere passen.

Die Flugroute der Bundeswehrmschinen

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Bundeswehr-Maschine bringt acht weitere Schutzbedürftige aus dem Land

Insgesamt haben Flugzeuge der Bundeswehr inzwischen mehr als 1.800 Menschen ausgeflogen. Am Samstag brachte eine Bundeswehr-Maschine 8 schutzbedürftige Personen nach Taschkent. In der Nacht hatte die Bundeswehr mit einem Flug 7 Menschen aus der Stadt gebracht, mit einem vorherigen 172.

Der Zeitdruck wächst, weil die USA eigentlich bis zum 31. August den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan abgeschlossen haben wollen. Vom Schutz durch die derzeit 5.200 US-Soldaten hängen aber die Evakuierungen anderer Streitkräfte wie beispielsweise der Bundeswehr ab.

Die USA brachten in der Nacht 170 US-Bürger mit Hubschraubern von einem Hotel in Kabul zum Flughafen. US-Präsident Biden, der wegen des raschen Abzugs der US-Truppen in der Kritik steht, sicherte die Rettung aller Amerikaner aus dem Land zu. "Wir werden Sie nach Hause bringen", sagte Biden. Es sei "eine der größten, aber schwierigsten Luftbrücken der Geschichte."

Afghanistan - Vormarsch der Taliban im Zeitraffer 

So haben die Taliban Afghanistan erobert. Der Vormarsch der Islamisten im Zeitraffer.

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