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Verteidigungsministerium - Erste Bundeswehrmaschine von Kabul gestartet

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Eine erste Evakuierungsmaschine der Bundeswehr konnte nach stundenlanger Verzögerung in Kabul landen. Jetzt ist die Maschine wieder gestartet.

Am Flughafen in Kabul versuchen Bürger verzweifelt, zu fliehen und sich an Bord eines Flugzeuges zu retten. Mindestens fünf Menschen sind dabei ums Leben gekommen.

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Nach der Übernahme Kabuls durch die militant-islamistischen Taliban haben sich dramatische Szenen am Flughafen der afghanischen Hauptstadt abgespielt. Hunderte Menschen sind seit Sonntag zum Flughafen gefahren und versuchen, auf Flüge zu kommen, wie in sozialen Medien geteilte Videos und Bilder zeigen.

Die deutsche Botschaft warnte jedoch davor, sich ohne Aufforderung dorthin zu begeben. Dies könne gefährlich sein. Als Konsequenz setzte die US-Regierung ihre Evakuierungsflüge aus. Die erste Maschine der Bundeswehr konnte am späten Abend landen und kurz darauf Kabul wieder verlassen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Keine US-Evakuierungsflüge bis voraussichtlich Dienstag

Die US-Truppen am Flughafen Kabul müssen nach Angaben des Weißen Hauses zunächst Ordnung und Sicherheit wieder herstellen, bevor es ab Dienstag erneut Evakuierungsflüge geben kann. Aus Sicherheitsgründen würden derzeit keine Starts oder Landungen stattfinden. Die Soldatinnen und Soldaten würden "den Großteil des restlichen Tages" damit verbringen, die Lage am Flughafen wieder unter Kontrolle zu bringen, sagte US-Präsident Joe Bidens stellvertretender nationaler Sicherheitsberater Jon Finer am Montag dem TV-Sender MSNBC.

Im Laufe des Tages und am Dienstag würden noch mehr US-Truppen am Flughafen ankommen, sagte Finer. Damit werde es "genügend Truppen geben, um die Sicherheit des Flughafens zu gewährleisten, damit es wieder Evakuierungsflüge für Zivilisten" geben könne, erklärte Finer weiter. 

Nach der Eroberung Kabuls durch die Taliban versuchen Nato-Staaten, ihre Staatsbürger auszufliegen. Allerdings verhindert die Lage am Flughafen einige Evakuierungsflüge.

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Erste Bundeswehrmaschine von Kabul gestartet

Auch der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in der afghanischen Hauptstadt Kabul hatte sich zunächst stundenlang verzögert. Das erste Militärflugzeug der Bundeswehr für den Evakuierungseinsatz in Afghanistan sei jedoch unter schwierigen Bedingungen auf dem Flughafen Kabul gelandet, erklärte das Verteidigungsministerium.

Der A400M setzte die zur Sicherung der Evakuierungsaktion vorgesehenen Fallschirmjäger ab und startete dann wieder in Richtung der usbekischen Hauptstadt Taschkent, hieß es.

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Die Maschine vom Typ A400M war zuvor fünf Stunden lang über dem Flughafen gekreist, der wegen chaotischer Zustände auf dem Rollfeld vorübergehend gesperrt war. Das Benzin hätte nicht mehr lange gereicht, hieß es laut der Deutschen Presse-Agentur aus Militärkreisen.

Zuvor hatte bereits eine andere Transportmaschine der Bundeswehr den Anflug auf Kabul abbrechen und zum Nachtanken ins usbekische Taschkent fliegen müssen. Die beiden Flugzeuge sollen deutsche Staatsbürgerinnen und Bürger und afghanische Ortskräfte, die früher für die Bundeswehr oder Bundesministerien gearbeitet haben oder noch arbeiten, zunächst nach Taschkent ausfliegen. Von dem dortigen Drehkreuz soll es dann mit Chartermaschinen weiter nach Deutschland gehen.

Verzweifelte Versuche aus Afghanistan auszureisen

Menschen kletterten über Drehleitern, um in ein Flugzeug zu kommen. Auch Afghanen, die nicht einmal Reisepässe hätten, würden ihr Glück versuchen, sagten Bewohner von Kabul. Es gab zudem am Sonntag erste noch unbestätigte Berichte, dass Menschen am Flughafen zu Tode gekommen seien. Davor hatte es Berichte gegeben, US-Soldaten, die den Flughafen absichern, würden Warnschüsse abgeben.

Für Entsetzen sorgten in Kabul insbesondere Aufnahmen, die zeigen sollen, wie Menschen aus großer Höhe aus einem Militärflugzeug fallen. Es wurde gemutmaßt, dass sie sich im Fahrwerk der Maschine versteckt hatten oder sich einfach am Flieger festhielten. Diese Angaben konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden.

Am Montag verbreiteten sich in Kabul zudem Gerüchte, dass jeder, der es zum Flughafen schaffe, evakuiert werde, sagte ein Bewohner der Stadt. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise, dass diese Gerüchte zutreffen.

Schon jetzt sind Hunderttausende in Afghanistan auf der Flucht vor den Taliban. Täglich kommen Hunderte an der irakisch-türkischen Grenze an.

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Flughafen in Kabul von US-Truppen gesichert

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums haben die US-Streitkräfte die Flugverkehrskontrolle auf dem Flughafen von Kabul übernommen, von wo aus auch zahlreiche internationale Botschaftsmitarbeiter und Helfer ausgeflogen werden sollen. Dabei würden sie von afghanischen Helfern unterstützt, erklärte der Sprecher des Ministeriums, John Kirby.

Die radikal-islamischen Taliban rücken in Afghanistans Hauptstadt vor. ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf ordnet die Entwicklungen ein.

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USA-Truppenstärke wird auf 6.000 aufgestockt

Mehrere hundert Botschaftsmitarbeiter und private US-Bürger wurden dem Ministerium zufolge bisher aus Afghanistan ausgeflogen. Den Angaben nach sind zusätzlich zu den 1.000 Soldaten, die sich bereits in Kabul befanden, zwei Infanteriebataillone sowie weitere Kräfte mit etwa 2.000 Soldaten vor Ort.

Die Truppenstärke soll in den kommenden 48 Stunden auf 6.000 aufgestockt werden. Es soll sich dabei um Soldaten der 82. Luftlandedivision handeln, wie mehrere US-Medien berichteten. Der Sprecher des US-Verteidigungsministerium sagte:

Wir konzentrieren uns weiterhin auf (...) den sicheren Abzug des zivilen Personals aus der US-Botschaft und aus dem Land zu erleichtern und den Betrieb am Flughafen zu schützen.
John Kirby, US-Verteidigungsministerium

Chronologie zu Afghanistan - Truppen ziehen ab, Taliban rücken vor 

Seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan hat die Regierung die Kontrolle das Land rasend schnell verloren. Eine Chronologie der Ereignisse.

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60 Länder fordern offene Grenzen

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, erklärte, die USA wollen die Rettung Tausender afghanischer Helfer beschleunigen, die Anspruch auf ein spezielles Einwanderungsvisum für die USA hätten. Afghanen, welche die Sicherheitsüberprüfung bestanden hätten, würden direkt in die USA gebracht. Man werde weitere Orte für diejenigen finden, die noch überprüft werden müssen.

Mehr als 60 Länder, darunter die USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Katar, fordern in einer gemeinsamen Erklärung, Afghanen und andere Staatsbürger, die das Land verlassen wollen, müsse die Ausreise erlaubt werden. Auch Flughäfen und Grenzübergänge müssten geöffnet bleiben.

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