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US-Präsident - Biden warnt vor weiterem Anschlag in Kabul

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"Extrem gefährlich" sei die Lage am Flughafen Kabul, sagt US-Präsident Biden. Die Armeeführung halte einen Anschlag in 24 bis 36 Stunden für "sehr wahrscheinlich".

US-Präsident Biden hat vor einem erneuten Anschlag am Kabuler Flughafen gewarnt. Alle Amerikaner sind daher aufgerufen, das Gebiet dort unmittelbar zu verlassen.

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Nach dem verheerenden Selbstmordattentat am Kabuler Flughafen könnte nach Einschätzung der USA ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen. "Die Lage vor Ort ist nach wie vor extrem gefährlich, und die Gefahr von Terroranschlägen auf den Flughafen bleibt hoch", erklärte US-Präsident Joe Biden am Samstag. Nach Einschätzung der Armeeführung sei "ein Anschlag in den nächsten 24 bis 36 Stunden sehr wahrscheinlich".

Bei dem Anschlag am Donnerstag waren viele Zivilisten sowie 13 US-Soldaten am Kabuler Flughafen getötet worden. Auf den Terroranschlag, bei dem sich nach US-Angaben ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Luft sprengte, reagierte das US-Militär mit einem Vergeltungsangriff.

Taliban-Kämpfer patrouillieren am 18.08.2021 im Stadtteil Wazir Akbar Khan in der Stadt Kabul, Afghanistan.
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Das Wichtigste im Liveblog - Die aktuelle Entwicklung in Afghanistan 

Die Taliban haben die Macht in Afghanistan übernommen, westliche Staaten versuchen, Staatsbürger und ehemalige Ortskräfte aus Kabul auszufliegen. Die Entwicklungen hier im Blog.

Dabei wurden nach Militärangaben zwei ranghohe Vertreter des örtlichen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet. Ein weiterer sei verletzt worden, erklärte Generalmajor William Taylor. Es gebe nach bisherigen Erkenntnissen keine zivilen Opfer.

Biden kündigte weitere Vergeltungsangriffe auf den IS-Ableger an. "Der Angriff war nicht der letzte", sagte er.

Wir werden weiter alle Personen jagen, die in die abscheuliche Attacke verwickelt sind und diese zur Rechenschaft ziehen.
Joe Biden, US-Präsident

US-Militär zieht Truppen vom Flughafen Kabul ab

Das US-Militär soll bis Dienstag aus Afghanistan abziehen. Damit wird auch der Einsatz zur Evakuierung von westlichen Staatsbürgern und früheren afghanischen Mitarbeitern und deren Familien enden. Von der US-Luftwaffe und Verbündeten wurden innerhalb von 24 Stunden noch einmal rund 6.800 Menschen aus Kabul ausgeflogen, erklärte das Weiße Haus am Samstag.

Kurz vor dem Ende des Evakuierungseinsatzes hat das US-Militär mit dem Abzug seiner Truppen vom Flughafen Kabul begonnen. Der Prozess sei gestartet worden, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby.

„Davon, dass die Taliban das Land im Griff haben, kann keine Rede sein“, sagt ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf. Außerdem würde der IS immer mehr zu einem Sammelbecken für diejenigen werden, die die diplomatische Linie eines Teils der Taliban ablehnten.

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Gleichzeitig widersprach er entschieden Aussagen der militant-islamistischen Taliban, wonach die USA "zwei, drei" Zugänge zum Flughafen in der Nacht zu Samstag an ihre Kräfte übergeben hätten. Das US-Militär werde noch bis zum geplanten Abzug am Dienstag für Sicherheit und Betrieb des Airports verantwortlich sein, sagte Kirby. Alle Tore des Flughafens stünden weiter unter Kontrolle der US-Soldatinnen und Soldaten.

Merkel: Ausreise von Ortskräften eine Priorität

Die Bundeswehr hatte ihre Luftbrücke am Donnerstag beendet, Frankreich und Spanien am Freitag. Die britischen Truppen sollten am Wochenende folgen. Die Bundeswehr zog auch ihr Sanitätsflugzeug aus dem usbekischen Taschkent ab, das dort noch für eine mögliche Rettung Verletzter aus Kabul stationiert war.

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat die aus Afghanistan heimgekehrten Einsatzkräfte der Bundeswehr am Luftwaffenstützpunkt Wunstorf empfangen.

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Zur Lage in Afghanistan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem britischen Premierminister Boris Johnson und dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte beraten. Das gab Regierungssprecher Steffen Seibert bekannt.

Die Kanzlerin und die Premierminister seien sich einig gewesen, dass der Ausreise von Staatsangehörigen, Ortskräften und schutzbedürftigen Menschen aus Afghanistan auch weiterhin höchste Priorität zukomme, ebenso wie der humanitären Versorgung der Bevölkerung und der Flüchtlinge in der Region.

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