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Luftbrücke in Afghanistan endet : Maas: Hilfsaktion geht in "neue Phase"

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Der Bundesaußenminister will nach Ende der militärischen Evakuierung weiter sicherstellen, dass Schutzbedürftige in Sicherheit gebracht werden können.

Die Bundesregierung hat laut Maas derzeit keine Informationen über deutsche Opfer bei der Anschlagsserie am Flughafen von Kabul.

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Die Bundesregierung will nach dem Ende des Evakuierungseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan auf anderen Wegen versuchen, schutzbedürftigen Menschen bei der Ausreise zu helfen.

Maas: "Unsere Arbeit geht weiter"

"Die militärische Evakuierung ist nun beendet. Aber unsere Arbeit geht weiter und zwar so lange, bis alle in Sicherheit sind, für die wir in Afghanistan Verantwortung tragen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag in Berlin.

Deshalb geht unsere Hilfsaktion heute in eine neue Phase.
Heiko Maas

Mit den in Afghanistan verbliebenen deutschen Staatsangehörigen stehe man weiter in direktem Kontakt. "Wir werden sie fortlaufend informieren, wie es uns möglich ist, sie mit einer organisierten Ausreise zu unterstützen."

Außenminister reist am Sonntag in Krisenregion

Zudem kündigte Maas an, am Sonntag in die Region zu reisen. Dabei wolle er mit Kollegen aus Tadschikistan, Usbekistan und Pakistan darüber zu sprechen, wie Afghaninnen und Afghanen schnell und sicher zu den deutschen Botschaften gelangen können.

"Wir haben umgekehrt auch deutlich gemacht, dass wir bereit sind, die Nachbarstaaten dabi zu unterstützen, die humanitären Folgen der Erschütterungen in Afghanistan zu bewältigen", versicherte Maas.

Auf der Reise werde es auch darum gehen, "wie wir als internationale Gemeinschaft mit den neuen Realitäten in Afghanistan umgehen und unter welchen Bedingungen wir mit einer neuen Regierung Absprachen zu treffen bereit sind." Dafür werde Maas auch die Türkei und Katar besuchen.

Maas verurteilt "ekelhaftem Anschlag"

Die zwei Explosionen am Flughafen von Kabul verurteilte der SPD-Politiker als "ekelhaften Anschlag".

Die Bilder und Videos, die uns aus Kabul erreichen, sind grauenhaft, und sie gehen jedem bis ins Mark.
Heiko Maas, Bundesaußenminister (SPD)

Dieser Anschlag zeige, unter welchen "dramatischen und gefährlichen Bedingungen" die Bundeswehrsoldaten und das Kernteam der Botschaft in den vergangenen elf Tagen gearbeitet und "was sie Unglaubliches geleistet haben".

Merkel: Risiko ist immens

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach unterdessen von einem "absolut niederträchtigen" Anschlag in einer "sehr, sehr angespannten Situation". Man sehe an den Ereignissen des Nachmittags, "dass das Risiko immens ist und dass es eine sehr sehr große Drucksituation ist, mit der Menschen außer Landes gebracht werden und die Luftbrücke arbeiten kann."

"Wir beenden die Luftbrücke mit dem heutigen Tag", ergänzte Merkel. "Wir sind mit Hochdruck und Nachdruck dabei, eben Bedingungen auszuhandeln mit den Taliban darüber, wie weitere Ausreisen auch möglich sein werden."

Diejenigen, die mit der Luftbrücke nicht mehr in Sicherheit gebracht werden könnten, würden nicht vergessen, "sondern wir werden uns weiter um ihre Ausreise bemühen".

Verteidigungsministerin: Alle Soldaten ausgeflogen

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) berichtete, dass bei den Anschlägen keine deutschen Streitkräfte verletzt wurden. Mittlerweile seien alle Soldatinnen und Soldaten, Angehörige des Auswärtigen Amtes und der Bundespolizei aus Kabul ausgeflogen worden.

Die Bundeswehr sei bei dieser internationalen Luftbrücke eine der Führungsnationen gewesen. "Es war die größte Luftbrücke der jüngeren Geschichte", so Kramp-Karrenbauer.

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