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Hilfe bei Evakuierung aus Kabul - Washington und London schicken Soldaten

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Die Taliban rücken weiter vor auf die Hauptstadt Kabul - die USA und Großbritannien evakuieren Botschaftspersonal und Helfer. Und entsenden Soldaten zur Unterstützung.

Archiv: US-Botschaft in Kabul
USA ziehen Botschaftsmitarbeiter aus Afghanistan ab
Quelle: dpa

Die USA werden rund 3.000 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten zeitweise nach Afghanistan verlegen, um die Sicherheit am Flughafen Kabul zu verstärken. Es gehe darum, die Reduzierung des US-Botschaftspersonals zu unterstützen, erklärte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Diese könne auch die Sicherung von Konvois von und zum Flughafen umfassen, sagte er.

In einem ersten Schritt sollten innerhalb von 24 bis 48 Stunden drei Infanterie-Einheiten zum Internationalen Flughafen von Kabul verlegt werden.

Auch bei Evakuierung von Ex-Helfern unterstützen

Die Truppen könnten das Außenministerium auch bei der Evakuierung früherer afghanischer Mitarbeiter des US-Militärs unterstützen. Für Dolmetscher und andere afghanische Mitarbeiter, die bei einer Machtübernahme durch die Taliban Repressalien zu befürchten hätten, solle es künftig täglich Flüge geben, die sie außer Landes bringen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, in Washington.

Die zeitweise Verstärkung sei angesichts des jüngsten Vormarsches der militant-islamistischen Taliban in Teilen Afghanistans eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Kirby. Und angesichts der sich rasch verschlechternden Sicherheitslage "angemessen".

Seit dem Abzug fast aller internationalen Truppen in Afghanistan nehmen die radikal-islamischen Taliban große Teile des Landes ein. Nun rücken sie auf die Hauptstadt Kabul vor.

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Das US-Militär will das Land eigentlich bis Ende August verlassen. Dies sei auch weiter der Plan, betonte Kirby. Zurückbleiben sollen nach dem Abzug nur einige Hundert Soldaten - vor allem um die US-Botschaft zu schützen. Zudem soll es eine recht kleine US-Präsenz am Flughafen geben.

US-Präsident Joe Biden hatte den Abzug im Frühjahr angeordnet. Damals waren noch rund 2.500 US-Soldaten im Land gewesen. Bis Anfang der Woche war der Abzug aber bereits zu mehr als 95 Prozent abgeschlossen, wie das US-Militär erklärt hatte.

Rund 3.500 US-Soldaten sollen zusätzlich auch nach Kuwait entsandt. Sie sollen - Sprecher Kirby zufolge - als Reserve bereitstehen, falls sich die Situation in Kabul weiter verschlechtere. Der Pentagon-Sprecher versicherte zugleich, dass die USA den internationalen Flughafen nicht für Luftangriffe gegen die Taliban nutzen wollten. Die US-Botschaft soll nach Angaben des Außenministeriums in Washington geöffnet bleiben, es gehe nicht um eine vollständige Evakuierung.

Auch Großbritannien entsendet Soldaten

Auch Großbritannien kündigte die Entsendung von Truppen nach Kabul an. Die rund 600 Soldaten sollten "die diplomatische Präsenz in Kabul unterstützen, britischen Staatsbürgern beim Verlassen des Landes helfen, und die Ausreise von früheren afghanischen Ortskräften unterstützen, die ihr Leben beim Einsatz an unserer Seite riskiert haben", erklärte am Donnerstagabend Verteidigungsminister Ben Wallace.

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Angesichts der Lage wollen die USA auch ihre früheren Ortskräfte schneller als bisher aus Afghanistan herausholen. Für Dolmetscher und andere afghanische Mitarbeiter, die bei einer Machtübernahme durch die Taliban Repressalien zu befürchten hätten, solle es künftig täglich Flüge geben, die sie außer Landes bringen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, in Washington.

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