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Evakuierungen aus Afghanistan - Usbekistan sagt Transit-Hilfe zu

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Deutschland will zehntausende Ortskräfte und Schutzbedürftige aus Afghanistan aufnehmen. Außenminister Maas stellt klar: Es geht nur um diese Gruppe. Usbekistan will helfen.

Bundesaußenminister Heiko Maas verhandelt mit Afghanistans Nachbarn und sucht nach Lösungen für Ausreisewillige aus Afghanistan. Für deutsche Staatsbürger und Ortskräfte könnte sich die usbekische Grenze öffnen – bisher die einzige Möglichkeit.

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Deutsche, afghanische Ortskräfte, Schutzbedürftige - zehntausende Menschen will Berlin nach dem Ende der Luftbrücke noch aus Afghanistan holen. Das Nachbarland Usbekistan ist nach Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas bereit, seine Grenzen für den Transit zu öffnen.

Es gehe dabei um eine "von uns definierte Personengruppe", sagte der SPD-Politiker nach Gesprächen in Taschkent. Darüber hinaus habe Berlin keine Anfrage gestellt. Die Betroffenen sollen anschließend nach Deutschland ausgeflogen werden. Maas stellte klar: Deutschland wolle nur denjenigen bei der Ausreise helfen, die auch eine Zusage für die Aufnahme in Deutschland haben. "Es geht uns nur um diese Personengruppe."

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Mit der strikten Beschränkung will Maas falschen Hoffnungen vorbeugen und verhindern, dass es an den Grenzübergängen zu ähnlich chaotischen Zuständen kommt wie am Flughafen Kabul in der vergangenen Woche.

Letztlich wollen wir eines vermeiden: Nämlich, dass das, was sich in Kabul am Flughafen ereignet hat, wiederholt.
Außenminister Maas

Für Schutzsuchende aus Afghanistan ist Usbekistan eine erste Anlaufstation. Derzeit weist das Land die meisten von ihnen an der Grenze zurück.

Maas: Evakuierung über Landweg schwierige Aufgabe

Maas bezeichnete es als sehr schwierige Aufgabe, Menschen nach Ende der Militärflüge über den Landweg aus Afghanistan zu holen. Zum einen brauche man Garantien der Taliban. Zum anderen müsse man vermeiden, wie in Kabul öffentliche Sammelpunkte zu benennen. Es warteten dann dort auch Zehntausende, die nicht zu der Gruppe gehörten, die Deutschland herausholen wolle.

Außenminister Heiko Maas (SPD) bereist derzeit die Nachbarstaaten von Afghanistan. ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf über mögliche Ziele der Gespräche.

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"Es gibt keinen zeitlichen Horizont", sagte Maas mit Blick auf die Dauer der Evakuierungen. "Das ist ein Thema, dass uns noch Wochen und wahrscheinlich auch Monate beschäftigen wird."

Auf den Ausreiselisten des Auswärtigen Amts stehen mehr als 10.000 Afghanen. Dazu zählen ehemalige afghanische Mitarbeiter von Bundeswehr oder Ministerien - die sogenannten Ortskräfte - und besonders schutzbedürftige Menschen wie Menschenrechtsaktivisten oder Frauenrechtlerinnen. Hinzu kommen Familienangehörige. Zusammen geht es nach jetzigem Stand um mehr als 40.000 Menschen, die in Deutschland aufgenommen werden sollen - wenn es ihnen gelingt, das Land zu verlassen.

Karte: Afganistan mit angrenzenden Staaten Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Iran, Pakistan und China.
Karte: Afganistan mit angrenzenden Staaten Usbekistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Iran, Pakistan und China.
Quelle: ZDF

Beratungen der Nachbarstaaten geplant

Die Nachbarstaaten Afghanistans wollen nach Maas' Angaben ihre Afghanistan-Politik absprechen. "Es gibt Bemühungen, alle Nachbarstaaten an einen Tisch zu bekommen", sagte Maas vor dem Weiterflug nach Tadschikistan. Auch Russland und China sollten dabei sein.

Wie die Agentur Reuters meldet, wollen die EU-Innenminister eine weitere "unkontrollierte Bewegungen großer Immigrantengruppen" aus Afghanistan verhindern. Das gehe aus einem Entwurf für die Dringlichkeits-Sitzung der Minister am Dienstag hervor. Demnach sollen neue Sicherheitsrisiken für EU-Bürger abgewendet werden.

Die Türkei möchte keine Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen. Mit Stacheldraht, Gräben und Betonmauern sollen Menschen daran gehindert werden, die türkische Grenze zu überqueren.

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