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Rettung aus Afghanistan : Hunde und Katzen in London gelandet

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Erst gab es keine Genehmigung, dann hing er im Chaos in Kabul fest: der Brite Paul Farthing. Jetzt ist der Tierschützer mit 150 Katzen und Hunden in London gelandet.

Archivbild - Flugzeug im Anflug Flughafen London-Heathrow
Der Tier-Rettungsflug war in Großbritannien heftig umstritten.
Quelle: epa

Ein Evakuierungsflug mit mehr als 150 Katzen und Hunden aus Afghanistan ist laut einem Medienbericht am Sonntag in Großbritannien angekommen. Wie die "Daily Mail" berichtete, landete das Charterflugzeug am Morgen am Londoner Flughafen Heathrow. Die Organisation Nowzad, die hinter der als "Operation Ark" (Operation Arche) bezeichneten Aktion steht, bestätigte der BBC, dass die Tiere gemeinsam mit Gründer Paul (Pen) Farthing Afghanistan verlassen konnten.

Mitarbeiter blieben zurück

Der britische Ex-Soldat Farthing hatte sich zuvor in einer tagelangen Kampagne für die Evakuierung der Tiere aus einem von ihm gegründeten Tierheim in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingesetzt. Auch seine Mitarbeiter und deren Angehörigen wollte Farthing ausfliegen. Nach anfänglichem Zögern erhielt er die Unterstützung der britischen Regierung, die trotz der schwierigen Umstände ein Zeitfenster für seinen von Unterstützern finanzierten Charterflug zusagte und Visa ausstellte. Zum Schluss musste er jedoch ohne die Mitarbeiter reisen.

Nach dem Ende der Luftbrücke aus Kabul sind viele Afghanen, die für deutsche Organisationen gearbeitet haben, noch in Afghanistan. In Deutschland lebende Afghanen sorgen sich um ihre Angehörigen.

Beitragslänge:
4 min
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Der Fall löste in Großbritannien eine heftige Kontroverse aus. Verteidigungsminister Ben Wallace hatte sich in Interviews darüber beschwert, dass die Diskussion zu viel Zeit in Anspruch genommen habe und warf Nowzad-Unterstützern vor, seine Mitarbeiter unter Druck gesetzt zu haben. Die "Times" veröffentlichte am Sonntag eine Audio-Nachricht, in der Farthing angeblich einem Berater im Verteidigungsministerium damit droht, ihn in sozialen Medien zu "zerstören", sollte er ihn nicht bei seinem Vorhaben unterstützen.

Empörung bei vielen Briten

Bei der britischen Rettungsoperation aus Afghanistan, die am Wochenende zu Ende ging, wurden nach Regierungsangaben mehr als 15.000 Menschen evakuiert. Angesichts von bis zu 1.000 Ortskräften, die wegen der knappen Zeit zurückgelassen werden mussten, empörten sich viele Briten jedoch über die Evakuierung von Haustieren.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov vom Freitag zufolge ist jedoch nur knapp die Hälfte der Briten (49 Prozent) der Meinung, dass Menschenleben mehr zählen als das von Tieren. Fast genauso viele (40 Prozent) halten die Leben von Menschen und Tieren für gleich wertvoll.

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