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Ortskräfte Afghanistan - Scholz: Suchen Lösung für afghanische Helfer

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Laut Vizekanzler Scholz bemüht sich die Regierung, eine schnelle Lösung für die Ortskräfte in Afghanistan zu finden. Mit dem Vormarsch der Taliban steigt für sie die Gefahr.

Olaf Scholz (SPD), Finanzminister und Kanzlerkandidat der SPD, besucht den Hansa-Park, um sich über die aktuelle Sitution in der Tourismus-Branche zu imformieren.
Die Bundesregierung diskutiert laut Scholz, ob es Möglichkeiten gibt, den Transport der Ortskräfte zu beschleunigen.
Quelle: dpa

Die Bundesregierung bemüht sich nach Aussage von Vizekanzler Olaf Scholz darum, afghanische Helfer der Bundeswehr und ihre Familie schneller vor dem gewaltsamen Vormarsch der Taliban zu retten.

"Wir diskutieren, ob es Möglichkeiten gibt, den Transport zu beschleunigen, um die Betroffenen schneller auszufliegen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

„Für Kinder ist es allein wegen der Luftbombardierung sehr gefährlich zur Schule zu gehen. Die Menschen verbarrikadieren sich“, so Nadia Nashir Karim, Journalistin.

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Scholz: Deutschland kann nicht allein entscheiden

Es liefen intensive Bemühungen. "Das kann Deutschland aber nicht alleine entscheiden", erklärt Scholz, "da geht es um eine enge Abstimmung mit der afghanischen Regierung." Kanzlerin Angela Merkel hatte mehr Unterstützung für die Ortskräfte in Aussicht gestellt und unter anderem Charterflüge ins Gespräch gebracht, um Helfer mit ihren Familien auszufliegen.

Kritiker werfen Deutschland derweil weiter vor, den Helfern, auf die die Bundeswehr bei ihrem Einsatz angewiesen war, nicht schnell genug zu helfen. "Die halbherzige Unterstützung der Bundesregierung für afghanische Ortskräfte, die die Bundeswehr in ihrem 20-jährigen Einsatz tagtäglich unterstützt haben, ist beschämend", sagte FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff der "Welt".

Erst vor ein paar Wochen wurde der internationale Afghanistan-Einsatz beendet. Jetzt haben die Taliban Kundus zurückerobert und dringen weiter vor.

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Afghanistan: Weiterer Militäreinsatz?

Die Taliban, die von 1996 bis zum US-geführten Einsatz 2001 weite Teile Afghanistans unter ihrer Kontrolle hatten, erobern derzeit eine Provinzhauptstadt nach der anderen - darunter auch Kundus, wo die Bundeswehr jahrelang einen großen Stützpunkt hatte.

Die Bundeswehr hatte Ende Juni nach fast 20 Jahren die letzten Soldaten aus Afghanistan abgezogen. Die US-Streitkräfte sollen bis Ende August das Land verlassen. Den Vorschlag eines weiteren Militäreinsatzes, wie ihn der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen am Wochenende ins Spiel gebracht hatte, lehnt Scholz ab.

Verteidigungsministerium: Keine weiteren Einsätze

"Einen weiteren Militäreinsatz in Afghanistan halte ich für unangezeigt", sagte er der NOZ. "Nach 20 Jahren hat sich die internationale Gemeinschaft gerade zurückgezogen. National wie international gibt es keinerlei Bestrebungen für einen abermaligen Einsatz." Das Bundesverteidigungsministerium hatte solche Überlegungen zuvor ebenfalls zurückgewiesen.

„Die Tragödie ist, dass die Amerikaner vor Abschluss der Verhandlungen das Land verließen und den Taliban die Freiheit ließen“, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP, zu Afghanistan.

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