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Grünen-Außenpolitiker - Nouripour: Umgang mit Taliban "zu weich"

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Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour hat den Umgang mit den Taliban als "zu weich" kritisiert. Eine Hungernot in Afghanistan müsse aber unbedingt verhindert werden.

"Diese Regierung beinhaltet weder Frauen, noch religiöse Minderheiten – eine solche Regierung ist indiskutabel", so Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen, zur Lage in Afghanistan.

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Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen, hat den Umgang der G20-Staaten mit den Taliban kritisiert. "Ich glaube, dass die Sprache zu weich ist, und die Taliban sie nicht verstehen", sagte Nouripour im ZDF-Morgenmagazin. Es sei indiskutabel, dass in der Regierung keine religiösen oder ethnischen Minderheiten und keine Frauen vertreten seien.

Zu glauben, dass die Taliban warten, dass wir mit dem Geldkoffer kommen und dann die Frauenrechte einführen, ist schlicht naiv.
Omid Nouripour, Grüne

"Taliban haben kein Interesse an Entwicklung"

Die G20-Staaten müssten deutlich machen, dass sie diese Regierung nicht anerkennen - und dass sie zwar humanitäre Hilfe leisten würden, aber nicht zur Entwicklungszusammenarbeit bereit seien.

Die Taliban haben kein Interesse an einer Entwicklung, sie wollen Afghanistan in die Steinzeit zurückschleudern.
Omid Nouripour, Grüne

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Diese humanitäre Hilfe solle aber nicht an die Taliban fließen, sondern an die Vereinten Nationen und an Hilfswerke vor Ort. Es müsse alles dafür getan werden, dass es nicht wieder zu einer Hungersnot kommt. Nouripour sagte:

Der Scherbenhaufen ist gewaltig, unser Einfluss klein.
Omid Nourpour

Nouripour: Grüne und FDP über U-Ausschuss einig

Europa müsse nun darüber nachdenken, wie sie auch ohne die Amerikaner Probleme managen und dabei an einem Strang ziehen können. "Man muss genau hinschauen, was in dem Land passiert", sagte Nouripour. Er habe von vielen und auch aus örtlichen Zeitungen gewusst, dass die Taliban die Macht übernehmen werden - dafür hätte man den Bundesnachrichtendienst nicht gebraucht.

FDP und Grüne seien sich einig, dass es einen Untersuchungsausschuss zu Afghanistan geben soll, um das Ganze aufzuarbeiten. Er hoffe, dass als Grundlage alle Akten und Unterlagen bis dahin erhalten blieben.

"Man hat das Gefühl, dass die meisten Menschen hier die Aufnahme weiterer afghanischer Flüchtlinge ablehnen", so ZDF-Reporterin Susana Santina zur Flüchtlingslage in Pakistan.

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