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G7 fordern Sicherheitsgarantien - UNO warnt vor Racheakten der Taliban

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Die UNO warnt vor der systematischen Verfolgung von afghanischen Nato-Ortskräften durch die Taliban. Die G7 fordern deshalb Sicherheitsgarantien für ausreisewillige Afghanen.

In Afghanistan ist die Situation nach wie vor unübersichtlich. Am Flughafen Kabul versuchen weiter unzählige Menschen, irgendwie in eine der Maschinen zu kommen. Die starten inzwischen regelmäßiger, trotzdem berichten Augenzeugen von dramatischen Szenen.

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Während die Evakuierung ausreisewilliger Menschen aus Afghanistan unter schwierigsten Bedingungen weitergeht, warnt die UNO vor der systematischen Verfolgung von afghanischen NATO-Ortskräften durch die Taliban.

Taliban führt "Prioritätenlisten"

Die radikalislamische Miliz führe "Prioritätenlisten" von Menschen, die sie festnehmen wolle, hieß es in einem vertraulichen Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

So erschossen Taliban-Kämpfer im Westen des Landes einen Familienangehörigen eines Deutsche-Welle-Journalisten und verletzten einen weiteren schwer. Das teilte der Sender in Bonn mit. Die Taliban hatten nach dem DW-Journalisten gesucht. Der Mann arbeitet inzwischen in Deutschland. Weitere Angehörige hätten in letzter Sekunde entkommen können und seien auf der Flucht.

In den letzten Monaten haben wir immer wieder verschiedene Afghan*innen begleitet. Was sie alle verband, war der Kampf für ein freies und gleiches Afghanistan und die Angst vor einer Machtübernahme durch die Taliban.

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Die Machtübernahme der Taliban hatte bei vielen Afghanen Angst vor einer neuerlichen Schreckensherrschaft der Islamisten ausgelöst. Auch die Furcht vor Vergeltungsakten gegen Beschäftigte der früheren afghanischen Regierung und afghanische Mitarbeiter ausländischer Staaten haben dazu geführt, dass Zehntausende Menschen das Land verlassen wollen.

Die G7-Außenminister forderten von den Taliban, die Sicherheit ausreisewilliger Menschen - egal ob Ausländer oder Afghanen - zu garantieren.

Tausende warten noch am Flughafen Kabul

Die USA haben nach Militärangaben in den vergangenen Tagen rund 7.000 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. Insgesamt sollen über 30.000 US-Bürger und afghanische Zivilisten in Sicherheit gebracht werden. Angesichts der Menschenmassen am Flughafen solle nun die Zahl der Flugzeuge erhöht und die Kapazität der einzelnen Flugzeuge maximiert werden, sagte der US-General Hank Taylor am Donnerstag.

Der Weg zum Flughafen bringt viele Menschen in Lebensgefahr und doch bleibt er oft die letzte Hoffnung.

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Die Bundeswehr brachte inzwischen mehr als tausend Menschen außer Landes, neben deutschen Staatsangehörigen auch zahlreiche Afghanen und Angehörige von Drittstaaten.

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Am Kabuler Flughafen war die Situation weiter unübersichtlich. Tausende Menschen versuchten, einen Platz auf einem Evakuierungsflug zu bekommen. Viele von ihnen waren in einem Streifen zwischen den von US-Soldaten errichteten Absperrungen und Kontrollpunkten der Taliban gefangen.

G7 fordert Sicherheitsgarantien

Im Namen der G7-Staaten forderte der britische Außenminister Dominic Raab die Taliban auf, allen Menschen, die das Land verlassen wollten, sicheres Geleit zu gewähren. Die Staatengruppe tue weiterhin alles, um schutzbedürftige Menschen aus Kabul auszufliegen.

US-Präsident Joe Biden räumte in einem Fernsehinterview ein, die USA hätten "Schwierigkeiten", afghanische Helfer in Sicherheit zu bringen. Auch in einem vertraulichen Lagebericht des Bundesverteidigungsministeriums für den Bundestag heißt es, Zugang zum Flughafen hätten aufgrund von Kontrollen der Taliban derzeit "ausschließlich Personen mit ausländischer oder doppelter Staatsbürgerschaft".

Soldaten am 29.06.2021 auf dem Weg zum letzten A400M, der vom Feldlager in Masar-i-Scharif Richtung Deutschland fliegt.

Ortskräfte aus Masar-i-Scharif - Ausfliegen im Juni scheiterte an Visa-Streit 

Bereits Ende Juni hätten afghanische Ortskräfte aus Masar-i-Scharif ausgeflogen werden sollen. Das scheiterte nach ZDF-Information an einem Bürokratie-Streit.

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