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Auch nach Truppenabzug - Berlin will Afghanistan weiter unterstützen

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Die Bundesregierung will Afghanistan auch nach dem Truppenabzug unterstützen. Laut Außenminister Maas ist eine sichere Perspektive für die Afghanen auch im Sinne Europas.

Auch nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan will Deutschland das Land weiter unterstützen. Das bestätigte Außenminister Maas.

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Auch nach dem Abzug der Bundeswehr-Truppen will die Bundesregierung einen Beitrag zur Stabilisierung Afghanistans leisten. "Der militärische Einsatz war immer nur ein Element unseres Engagements", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

"Wir werden unsere zivile Unterstützung im Land auch künftig fortsetzen, denn eine gute und sichere Perspektive für die Afghaninnen und Afghanen zu schaffen, ist in unserem europäischen Interesse", betonte der SPD-Politiker.

Afghanistan-Einsatz - Bundeswehrverband begrüßt Truppenabzug  

Der Bundeswehrverband begrüßt den geplanten Truppenabzug aus Afghanistan. Derweil fordert Wehrbeauftragte Högl eine ehrliche Bilanz des 20 Jahre andauernden Einsatzes.

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Maas: Gespräche sind schwierig

Für die innerafghanischen Friedensverhandlungen werde Deutschland seine diplomatischen Bemühungen "noch weiter intensivieren". Diese Gespräche seien schwierig. "Aber es ist der aussichtsreichste Weg zu einer nachhaltigen und stabilen Lösung."

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hob ebenfalls die Fortsetzung der Unterstützung für den zivilen Aufbau hervor, "mit angepasstem Konzept und strengen Auflagen". "Stärker als bisher" wolle er Nichtregierungsorganisationen einbeziehen, sagte Müller den Funke-Zeitungen.

In Afghanistan sind zur Zeit noch 1100 deutsche SoldatInnen stationiert. Doch wie lange noch? Was denken die Menschen in Masar-e Scharif über Truppenabzug und Friedensgespräche?

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Kooperation mit Ortskräften wichtig

Laut Ministerium sind für rund 40 Projekte rund 1.300 Mitarbeiter vor Ort für das Entwicklungsministerium tätig.

Die Menschen brauchen eine Perspektive vor Ort, wenn wir Flüchtlingsströmen vorbeugen wollen.
Gerd Müller

Bei der Umsetzung von Projekten bleibe man auf Ortskräfte angewiesen, sagte Müller weiter.

Die Nato hatte vergangene Woche entschieden, ihre Truppen aus Afghanistan nach 20 Jahren abzuziehen. Die USA haben offiziell den 11. September als Abzugstermin genannt, es ist inzwischen aber auch ein Vorziehen auf den 4. Juli im Gespräch. Deutschland ist der zweitgrößte Truppensteller nach den USA, derzeit sind noch 1.100 Soldaten dort.

US-Präsident Trump will Fakten schaffen: Bis zum 15. Januar soll die Truppenpräsenz im Irak und in Afghanistan auf 2500 Soldaten reduziert werden. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, McConnell, nannte den Abzug "überstürzt“.

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Bundeswehr-Helfer nach Deutschland

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte in einem dpa-Interview zudem erklärt, gefährdete afghanische Helfer der Bundeswehr sollten vor dem Abzug vereinfacht und schnell nach Deutschland geholt werden.

Das deutsche Einsatzkontingent "Resolute Support" beschäftigt derzeit rund 300 Ortskräfte. Der Geschäftsführer der Organisation Pro Asyl, Günter Burkhardt, forderte in den Funke-Zeitungen ebenfalls, die Ortskräfte müssten herausgeholt werden, für sie gebe es eine Fürsorgepflicht. Afghanistan werde "Taliban-Land". "Es droht eine Racheaktion der Taliban", begründete Burkhardt die Forderung.

Frau hält ein Smartphone mit der geöffneten, neuen ZDFheute-App
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Update für die ZDFheute-App - Neue Pushkanäle - mehr Optionen für Ihre Wahl 

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von Jan Schüßler
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