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USA senken Truppenstärke auf 2.500 Soldaten

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Abzug aus Afghanistan - USA senken Truppenstärke auf 2.500 Soldaten

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US-Präsident Trump senkt die Truppenstärke in Afghanistan bis zum 15. Januar von rund 4.500 Soldaten auf 2.500 Soldaten. Führende Mitglieder seiner Partei kritisieren den Plan.

Donald Trump hat den Rückzug weiterer US-Truppen aus Afghanistan beschlossen. Seine Entscheidung stößt auf viel Kritik – Die Taliban oder der IS könnten wieder erstarken.

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Am 20. Januar endet die Amtszeit von US-Präsident Trump. Vorher will er offenbar noch eines seiner Wahlkampf-Versprechen einlösen: Den Truppenabzug in Aghanistan und Irak.

Die deutlichsten Auswirkungen dürften seine Pläne für Afghanistan haben: Dort sollen statt 4.500 Soldaten nur noch 2.500 sein, im Irak soll die Truppenstärke um 500 auf 2.500 Soldaten sinken. Das soll bis zum 15. Januar geschehen - Trumps Amtszeit endet am 20. Januar.

Trump: Kritik aus der eigenen Partei

Führende Mitglieder der Republikaner haben Präsident Donald Trump mit deutlichen Worten vor einem beschleunigten Truppenabzug aus Afghanistan und dem Irak gewarnt. Der konservative Senats-Mehrheitsführer Mitch McConnell sagte, die USA würden damit Verbündete "aufgeben" und Islamisten einen "großen Propaganda-Sieg" bescheren.

Sollten die USA in Afghanistan den radikalislamischen Taliban und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) das Feld überlassen, wäre dies ein "ein Symbol für eine Niederlage und Demütigung der USA und ein Sieg für islamischen Extremismus", führte McConnell, eigentlich ein enger Trump-Verbündeter, aus.

Kurz bevor mit Joe Biden als neuer US-Präsident das Land übernehmen soll, verkündet ein kommissarischer Verteidigungsminister Truppenabzugspläne - gegen den Rat von Experten.

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US-Soldaten noch vor Weihnachten zurück in die Heimat?

Trump hatte bereits vor der Wahl vom 3. November erklärt, alle noch in Afghanistan stationierten US-Soldaten sollten bis Weihnachten in die Heimat zurückkehren. Laut dem Nachrichtensender CNN könnte die Anweisung noch in dieser Woche erfolgen.

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Die Taliban führen derzeit Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung. Der republikanische Abgeordnete Michael McCaul warnte, ein "übereilter US-Abzug" würde nicht nur die Verhandlungsposition der afghanischen Regierung schwächen, sondern auch den Anti-Terror-Interessen der USA schaden. Es müssten deswegen auch in "absehbarer Zukunft" US-Soldaten in Afghanistan bleiben.

Miller unterstützt beschleunigten Abzug

Trump drängt schon seit langer Zeit auf einen Truppenabzug aus Afghanistan. Seine Generäle warnen aber, in dem Land könnten dann wieder Islamisten die Oberhand gewinnen.

Es ist jetzt Zeit, nach Hause zu kommen.
Christopher Miller, kommissarischer US-Verteidigungsminister

Zuletzt hatte Trump vor einer Woche seinen Verteidigungsminister Mark Esper gefeuert. Der hatte darauf beharrt, vorläufig 4.500 US-Soldaten im Land zu lassen. Der kommissarische Pentagon-Chef Christopher Miller deutete dann am Wochenende einen beschleunigten Truppenabzug an.

Nato-Chef Stoltenberg warnt Trump

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte den noch amtierenden US-Präsidenten ebenfalls vor einem überhasteten Abzug von Truppen aus Afghanistan. Der Preis für ein zu schnelles oder unkoordiniertes Verlassen des Landes könnte sehr hoch sein, sagte der Norweger:

Jens Stoltenberg

Trump plant Afghanistan-Rückzug -
Stoltenberg warnt vor übereiltem Truppenabzug
 

US-Präsident Trump plant eine deutliche Reduzierung der US-Truppenstärke in Afghanistan. Die Nato warnt indes eindringlich vor einem übereilten und unkoordinierten Rückzug.

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