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Ein Jahr nach Katastrophe : Steinmeier mahnt mehr Schutz und Vorsorge an

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Ein Jahr nach der Flutkatastrophe wird der Opfer gedacht. Bundespräsident Steinmeier forderte in Euskirchen die Schutzpflicht des Staates ein - und warnte vor neuen Katastrophen.

Wie erleben die Betroffenen den Jahrestag der Flut? ZDFheute live spricht mit Menschen in Schuld, Altenahr, Odendorf und zeigt die Rede des Bundespräsidenten.

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In Trauer vereint haben die Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen am ersten Jahrestag der Flutkatastrophe der insgesamt mehr als 180 Flutopfer gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte zunächst das im Juli 2021 schwer getroffene Ahrtal.

Am Abend nahm er an einem Gedenkgottesdienst in Euskirchen teil. Dort mahnte er einen besseren Schutz und mehr Vorsorge vor Katastrophen an:

Der Staat muss hier seiner Schutzpflicht nachkommen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

An die Angehörigen von Flutopfern gewandt, sagte er: "Ich kann mir auch vorstellen, dass Sie eine Frage immer noch quält: Wie war das möglich? Wie konnte das passieren? Warum wurde nicht schnell und umfassend genug gewarnt? Ich glaube, diese Frage müssen wir uns als ganzes Land stellen: Was kann, was muss besser werden beim Katastrophenschutz? Und wie können wir uns in Zukunft besser schützen?"

Die Rede von Steinmeier in voller Länge

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Überschwemmungen und Dürren: "Klimawandel hat uns erreicht"

Er betonte mit Blick auf die Überschwemmungen: "Der Klimawandel hat uns erreicht." Das zeigten dieser Tage auch wieder brennende Wälder und sinkende Grundwasserspiegel. In vielen Regionen drohe nach den Jahren 2018 bis 2020 "ein vierter Dürresommer", sagte Steinmeier. Er erinnerte auch an die dramatischen Bilder aus Italien, wo der Norden austrockne und den Gletscherabbruch in den Alpen.

In Begleitung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach er im teilzerstörten Winzerdorf Altenahr mit Betroffenen, Helfern und Kommunalpolitikern.

Wir haben die Menschen im Ahrtal nicht vergessen und wir wissen, wie viele noch ringen mit dem Wiederaufbau ihrer Wohnungen und Häuser.
Frank-Walter Steinmeier

Anna ist 15, als die Flut ihr Zuhause in Schuld an der Ahr zerstört. Reporterin Alica Jung hat sie ein Jahr lang begleitet. Die Hoffnung haben Anna und ihre Familie nie verloren.

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Steinmeier: Kampf gegen Klimawandel "nichts an Dringlichkeit verloren"

Aufgabe von Verantwortungsträgern und Regierungen sei es nun, die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen und den Katastrophenschutz im Land zu verbessern. "Der Kampf gegen dem Klimawandel hat nichts an seiner Dringlichkeit verloren", mahnte Steinmeier.

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung des Ahrtals in Bad Neuenahr-Ahrweiler am Abend wurde Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als Gast ohne Redebeitrag erwartet. Im Kurpark der stark flutgeschädigten Kreisstadt können sich bei dem öffentlichen Gedenken bis zu 2.000 Menschen versammeln.

365 Tage nach der Flutkatastrophe - auch heute noch ist das Tal von Zerstörung gezeichnet. ZDF-Reporterin Christel Haas ist in Dernau und spricht mit Betroffenen über die heutige Situation.

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Ein "gemeinsamer Aufbruch"

Die Erinnerung an die Opfer soll laut der Landesregierung verbunden werden mit einem "sichtbaren Signal für den Zusammenhalt und den gemeinsamen Aufbruch". Geplant ist unter anderem eine Ansprache von Ministerpräsidentin Dreyer. Auch Worte von vier Flutopfern stehen auf dem Programm.

Dreyer ordnete für den heutigen Donnerstag in Rheinland-Pfalz Trauerbeflaggung für alle öffentlichen Gebäude an. Im Interview mit den ARD-"Tagesthemen" sagte die Politikerin am Mittwochabend, sie sehe keine Veranlassung, sich im Namen der Landesregierung zu entschuldigen.

Das Ausmaß dieser Katastrophe konnte so niemand voraussehen.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Zudem sei der Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz kommunal verortet. "Wir müssen der Frage nachgehen, warum der Katastrophenschutz nicht funktioniert hat, und was müssen wir vor allem tun für die Zukunft."

"Es kommt darauf an: Hast du jemanden oder etwas verloren", lernt die Journalistin Dunja Hayali bei ihren Dreharbeiten zu der Reportage "Die Flut - zwischen Wut und Mut".

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