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CSU-Kritik an Freie-Wähler-Chef - "Aiwanger hat Querdenker-Niveau erreicht"

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Seit Tagen provoziert Hubert Aiwanger mit impfkritischen Äußerungen seinen Koalitonspartner CSU. Diese wirft dem Freie-Wähler-Chef Stimmenfang am rechten Rand vor.

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister in Bayern und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, spricht bei der Vorstellung des Spitzenkandidaten der Freien Wähler zur Bundestagswahl 2021 im Haus der Bundespressekonferenz.
Seit Tagen in der Kritik: Hubert Aiwanger, Freie-Wähler-Chef und bayerischer Vize-Ministerpräsident
Quelle: dpa

Im Impfstreit der bayerischen Koalition hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger erneut scharf attackiert.

Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht.
Alexander Dobrindt im "Straubinger Tagblatt"

Er "rate ihm dringend, das zu überdenken", so der CSU-Politiker. Dobrindt warf Aiwanger vor, wider besseres Wissen versuche er offenbar, den Eindruck von hoher Gefährlichkeit bei Corona-Impfstoffen zu erwecken. "Auch das ist Stil der Querdenker-Bewegung."

Kommentar: Alexander Poel zum Druck auf Corona-Ungeimpfte
Kommentar

Aiwanger zu Corona-Debatte - Impf-Skeptiker als Stimmvieh 

Hubert Aiwanger kritisiert den Druck auf Corona-Ungeimpfte. Dabei schielt er auf die Stimmen derjenigen, die an der Wirkung und Notwendigkeit von Impfungen gegen Covid-19 zweifeln.

von Alexander Poel

Aiwager: Verzicht auf Impfung ist Freiheitsrecht

Seit Tagen kritisieren CSU-Politiker Aiwangers Verhalten. Der Freie-Wähler-Chef hat sich bisher nicht impfen lassen und betont, dass der Verzicht auf eine Impfung ein grundlegendes Freiheitsrecht sei. Gleichzeitig fällt er immer wieder durch seine impfkritischen Aussagen auf. Im Deutschlandfunk behauptete er, die Anti-Corona-Impfungen verursachten massive Nebenwirkungen:

Da bleibt einem schon das eine oder andere Mal die Spucke weg.
Hubert Aiwanger, Freie Wähler

CSU-Politiker: "Billiges Kalkül", um Stimmen am rechten Rand zu fangen

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek nannte Aiwangers Äußerungen am Montag im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF daraufhin "fatal":

Es ist natürlich fatal, wenn sich ein stellvertretender Ministerpräsident in einer Zeit äußert, wo wir wissen, dass Impfen das einzige Mittel ist, das uns aus der Pandemie führt.
Klaus Holetschek, Gesundheitsminister Bayerns

Die Impf-Haltung Aiwangers sei "billiges Kalkül", um Stimmen am rechten Rand zu fangen, stellte CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer am Montag fest.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will als zupackender Corona-Kämpfer gelten. Nun hat er ein Problem: Hubert Aiwanger will sich nicht gegen Corona impfen lassen. Dessen Argumente nennt Söder "schwierig“. Das Problem? Aiwanger ist sein Stellvertreter.

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Gleichzeitig machte Kreuzer deutlich, dass eine Aufkündigung der Koalition aus CSU und Freien Wählern nicht mehr völlig ausgeschlossen sei, woraufhin Aiwanger entgegnete: "Da würde sich die CSU bis ins Mark selbst beschädigen. Die dürfen froh sein, dass sie mit den Freien Wählern einen so anständigen und ehrlichen Koalitionspartner haben."

Söder: Jedem steht frei, ob er sich impfen lässt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte im ZDF-Sommerinterview betont, es gehe dabei nicht um die Frage, ob sich Aiwanger impfen lassen wolle oder nicht. Dies stehe jedem frei. Aber der "Sound und der Sprech dahinter" seien "problematisch". Aiwanger verwende die gleiche Wortwahl wie AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. "Da muss man aufpassen", sagte Söder.

Der CSU-Chef verwies darauf, dass Aiwanger im bayerischen Kabinett bisher jeden Beschluss der Corona-Maßnahmen mitgetragen habe. Zudem habe er das Gefühl, dass auch die Freien Wähler selbst "sehr unglücklich sind über seine Äußerungen". 

[Lesen oder sehen Sie das ZDF-Sommerinterview mit Markus Söder in voller Länge:]

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