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Kramp-Karrenbauer für Aufhebung des Zölibats

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CDU-Chefin - Kramp-Karrenbauer für Aufhebung des Zölibats

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Die Öffnung der Kirche für Frauen und ein Ende der verordneten Ehelosigkeit der Priester - dafür spricht sich CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer aus. Eine erste Reaktion: zurückhaltend.

Annegret Kramp-Karrenbauer. Archivbild
Annegret Kramp-Karrenbauer
Quelle: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wünscht sich eine Abschaffung des Zölibats für Priester in der katholischen Kirche. Das könne helfen, "mehr Menschen für diesen Dienst zu begeistern", sagte die Katholikin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag.

"Die Lebensentscheidung, ohne Familie zu leben, ist für viele eine zu große Hürde". Zudem wünsche sie sich "viel mehr Frauen in der Kirche": In einem "ersten Schritt" sollten deshalb Frauen als Diakoninnen zuzulassen werden.

Die Basis der Katholischen Kirche in Deutschland möchte seit langem einen Reformprozess. „Synodaler Weg“ heißt der offizielle Gedankenaustausch zwischen Gemeinden und Bischöfen.

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Kramp-Karrenbauer ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Dessen Vorsitzender Thomas Sternberg äußerte sich zurückhaltend zu ihrem Vorstoß. Es gebe "auch gute Gründe für ein Zölibat", sagte er dem Deutschlandfunk. Er selber diskutiere "sehr ungern, schon gar öffentlich, über das Zölibat", fügte er hinzu.

AKK im Widerspruch zum Vatikan

Entscheidend sei die Frage, wie sichergestellt werden könne, dass es auch in 20 Jahren noch Eucharistiefeiern gebe, sagte Sternberg. Er sprach sich für eine Debatte über die Weihe von so genannten Viri Probati, also verheirateten Männern, aus. So könnten Eucharistiefeiern auch ohne "klassische Priester" sichergestellt werden.

Mit ihrer Forderung nach der Abschaffung des Zölibats äußerte sich Kramp-Karrenbauer im Widerspruch zur Haltung des Vatikan. Papst Franziskus hatte erst kürzlich bekräftigt, am Zölibat festhalten zu wollen. Ausnahmen könne es allerdings für katholische Priester in besonders entlegenen Weltgegenden geben.

Zur Frage der Zulassung von Frauen zum Diakonat setzte der Papst im Jahr 2016 eine Kommission ein, die dies prüfen soll. Bisher ist dieses Kirchenamt Männern vorbehalten. Diakone können allerdings im Gegensatz zu Priestern verheiratet sein.

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